50-köpfige Seelöwenkolonie zieht aus Mülheim in den Zoo Duisburg

robbenkunst „Huch, was machen denn die ganzen Seelöwen außerhalb ihres Geheges?“, wird sich bald mancher verdutzter Zoobesucher fragen, wenn ihn sein Rundgang zum Robbenrevier führt. Erst auf den zweiten Blick ist zu erkennen, dass es sich bei der Seelöwenkolonie nicht um lebendige Tiere sondern um lebensechte Skulpturen handelt. Diese Seelöwen-Skulpturen des Konzeptkünstlers Ottmar Hörl sind nun vom Mülheimer Aquarius Wassermuseum der RWW in den Zoo Duisburg umgezogen.
Im Jahr der Kulturhauptstadt bevölkerten ganze 300 dieser Seelöwen-Objekte den Aquarius-Vorplatz. Die begehbare Installation war zwei Wochen lang zu sehen und verwies auf einen neuen Ausstellungsbereich im Museum: Virtuelles Wasser. Für den Künstler Ottmar Hörl verkörpern Seelöwen ideal den Aspekt „Wasser“, denn Wasser ist ihr Lebenselement. Einen Teil der „Seelöwenkolonie“ hat die RWW dem Zoo Duisburg zur Verfügung gestellt.
Der Bogenschlag vom Museum zum Zoo war nahe liegend: Beide Institutionen sind Profis in Sachen Wasser. Während das Wassermuseum seit 1992 auf interaktive Weise über das Thema Wasser aufklärt, ist der 1934 gegründete Zoo Duisburg seit Jahrzehnten führend in der Haltung wasserlebender Säugetiere und in der Aufbereitung von Beckenwasser. Nun haben 50 der Seelöwen-Objekte ihre neue Heimatstätte in direkter Nähe zu ihren lebendigen Artgenossen bezogen und bilden eine Bodenskulptur zum Durchschreiten und Berühren.
Während man die lebendigen Seelöwen nicht streicheln darf, so kann man dies bei den lebensechten Skulpturen ausgiebig nachholen. „Ich freue mich, wenn Menschen über meine Installationen nachdenken, einen spielerischen Zugang zu ihnen bekommen, anfassen und ausprobieren“, so Hörl.
Die Botschafter für das Thema „Virtuelles Wasser“ sind übrigens käuflich. Die limitierten Kunstwerke können zum Preis von 220 € an der Zookasse erworben werden.