Brillenbär QUITO geht auf große Reise

Die 2012 begonnene Haltung der seltenen südamerikanischen Brillenbären auf der seinerzeit neu gebauten Bärenanlage war schon ein Jahr später von der Geburt des männlichen Jungtieres QUITO gekrönt. Die folgenden Jahre konnten die Zoobesucher das Aufwachsen des kleinen Bären zu einem stattlichen Männchen verfolgen. Obwohl QUITO am 22. Oktober schon seinen vierten Geburtstag feierte, konnte er bis zuletzt mit seinen Eltern zusammenleben.
Da auf Dauer jedoch Spannungen mit seinen Eltern zu erwarten gewesen wären und – ebenso wie im Freiland – heranwachsende Jungtiere mit Erreichen der Geschlechtsreife den Elternverband verlassen, stand der Zoo schon seit langem in engem Kontakt mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für die Art, um nach einem neuen Zuhause für QUITO zu suchen. Da es derzeit in der europäischen Zoolandschaft kein passendes junges Weibchen als Partner für QUITO gibt und das nordamerikanische Zuchtprogramm nach einem neuen Männchen aus Übersee Ausschau hielt, wurde der Empfehlung des EEPs, QUITO in die Vereinigten Staaten zu schicken, zugestimmt. Er solle in den National Zoological Park der Hauptstadt Washington D.C. umziehen, wo ein Weibchen auf ihn wartet.
Während der vergangenen Monate wurde der Transport gründlich vorbereitet. Neben dem Austausch von Informationen über QUITO mit seinem zukünftigen Halter galt es allerlei artenschutzrechtliche und tiermedizinische Vorgaben zu beachten und die umfassende Logistik hinter einem solch weiten Tiertransport bis ins letzte Detail zu planen.
Am heutigen Morgen kurz nach fünf Uhr war es dann soweit: QUITO machte sich in einer speziell angefertigten Transportkiste begleitet von einer eigens angereisten Mitarbeiterin des National Zoological Parks auf dem Weg zum Flughafen Frankfurt, von wo er per Direktflug in seine neue Heimat fliegt.