Brillenbär QUITO hat sein neues Zuhause bezogen

Am 2. November war Brillenbär QUITO nach fast einjähriger Vorbereitung in den National Zoo Washington D.C. umgezogen. Dies war im Zoo Duisburg der bei weitem aufwändigste Tiertransport in diesem Jahr. Zum Kennenlernen von QUITO und der grundsätzlichen Abläufe in der Brillenbärhaltung im Zoo Duisburg sowie zur Begleitung des jungen Brillenbärmanns während des Transports reiste eigens Assistenzkuratorin Leigh Pitsko über den Großen Teich an.
In Washington angekommen, musste QUITO zunächst die übliche einmonatige Quarantäne durchlaufen. Dies verlief problemlos, er war ruhig und nahm bereitwillig die zahlreichen von den Washingtoner Kollegen bereitgestellten Beschäftigungsmöglichkeiten an. Vergangenen Samstag war es dann endlich soweit und QUITO konnte sein neues Zuhause in Beschlag nehmen, was er sofort ausgiebig erkundete. Auch das Wetter spielte mit und bescherte QUITO bei seinem ersten Ausflug auf die Washingtoner Bärenanlage schönste Wintersonne.
Die Haltung von Brillenbären hat eine lange Tradition in Washington, das erste Weibchen der Art zog bereits 1948 in den amerikanischen Nationalzoo. In den folgenden Jahrzehnten gelang mehrfach die Nachzucht und ein dort geborenes Männchen ist im Zuge der engen Kooperation zwischen dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) und dem nordamerikanischen Gegenstück Species Survival Plan (SSP) nach Europa umgezogen und lebt heute im Zoo Chester. In Washington hofft man nun, dass man mit dem jungen Brillenbärmann vom Kaiserberg und seiner zukünftigen Partnerin BILLIE JEAN wieder an die Zuchterfolge früherer Jahre anknüpfen kann.
Im Zoo Duisburg sind weiterhin QUITOS Eltern PABLO und HUANCA auf ihrer großzügigen und naturnah gestalteten Anlage zu sehen. Täglich um 14.15 Uhr kann man dort von den Tierpflegern im Rahmen einer kommentierten Fütterung mehr zu den Tieren erfahren.