Erste Schneeflocken treiben durchs Aquarium

qualleMysteriöse Lebewesen im „Haus der Tausend Fische“
Der 120 cm große Quallenkreisel im Duisburger Aquarium ist seit Monaten die Attraktion für Groß und Klein. Immer wieder bleiben Besucher fasziniert vor dem Becken stehen und beobachten die elegant schwebenden, fast dursichtigen…

Lebewesen. Durch ihren rosa-bläulichen Schirm, der mit schneeflockenähnlichen Punkten bedeckt ist, erinnern Gepunktete Wurzelmundquallen an schwebende Fliegenpilze.
Die Mundröhrenarme tragen Nesselzellen, mit denen sie Plankton aus dem Meer filtern können. Zusätzlich befinden sich in ihrem Gewebe symbiotisch lebende Algen (Zooxanthellen), mit denen sie Photosynthese betreiben können. Das Nesselgift der Gepunkteten Wurzelmundqualle ist für den Menschen harmlos.
Nach gut dreijährigem Umbau macht das Aquarium seinem Namen nun wieder alle Ehre. Zum Start der kalten Jahreszeit bietet das „Haus der Tausend Fische“ einen trockenen Platz zum Aufwärmen qualle2und einen Einblick in die faszinierende Unterwasserwelt rund um den Globus.
Wo vor einigen Jahren noch ein einsamer Ammenhai seine Runden drehte, erstrahlt inzwischen ein 22.000 Liter fassendes Riffbecken voll mit buntem Leben. Die über 1.500 Bewohner des Beckens fügen sich zu einem faszinierenden Ökosystem zusammen. Während Doktorfische, Grüne Schwalbenschwänzchen und Juwelenfahnenbarsche das Freiwasser beherrschen, tummeln sich auf dem Boden Mandarinleierfische, Leoparden-Junker und Seeigel – von den vielen farbenprächtigen Korallenarten ganz zu schweigen. Auch die bei Kindern so beliebten „Nemos“, die Anemonenfische,  dürfen natürlich nicht fehlen.
Flankiert wird der große Besucherbereich des Aquariums von neugestalteten großen Themenbecken. Hier kann man Lebensräume aus verschiedenen Erdteilen von der Quelle bis zum Meer mit ihren verschiedenen Bewohnern bewundern. Besonders hervorzuheben ist im Meerwasserbereich das sogenannte Außenriffbecken mit seiner Wellensimulation und einem Höhlensystem, in dem sich u.a. Teppichhai (auch Wobbegong genannt) und Netzmuräne aufhalten. Aber auch das Seepferdchenbecken zieht die Blicke der Besucher auf sich.
Auf der Süßwasserseite beindruckt die Masse an Roten Neons und Rotkopfsalmler im Südamerikabecken. Und wer genau hinschaut, findet zwischen den Pflanzen versteckt einen Schwarm der gefürchteten Piranhas. Einmalig ist sicher das Wasserfallbecken, welches einen Einblick in den Lebensraum unterhalb eines Wasserfalls bietet. Unzählige Garnelen tummeln sich im sauerstoffdurchfluteten Bereich und suchen dort vor Fressfeinden geschützt ihre Nahrung.
Wer das Aquarium unterstützen möchte, kann zweckgebunden spenden oder eine Patenschaft schon ab 50€ erwerben. Bei der Vielfalt an Tieren ist bestimmt für jeden etwas dabei.                   15.10.2015