Erstzucht bei den Käuzen mit Bart

bartkauzku2Winzige Fransenkämme am Außenrand ihrer Schwungfedern verschlucken sämtliche Fluggeräusche und ihre riesigen nach vorn gerichteten Augen machen sie zu unver-wechselbaren Gestalten im Reich der Gefiederten. Einen graumelierten „Pharaonen-Bart“ aus kurzen, borstigen Federn zu beiden Seiten ihres kurzen Hakenschnabels tragen aber allein die in den unendlichen Nadelwäldern der subpolaren Taiga verbreiteten Bartkäuze. Sehr zur Freude der Zoomitarbeiter schritten die etwa Uhu-großen Eulen nun erstmals zur Zucht und bescherten dem Zoo Duisburg eine weitere Erstzucht einer Tierart im eigenen Haus!
So sehr sich der männliche Vorgänger bei seiner Balz auch abmühte, er blieb erfolglos. Nur ein Wechsel der Hähne – die Jäger sprechen gerne von Terzel – brachte den sichtbaren Erfolg: das finnische Weibchen fand offenbar sofort großen Gefallen am neuen Partner, der aus dem befreundeten Vogelpark Herborn kam. Die Balz begann mit intensivem „Nestzeigen“ am Horst. Das Männchen lockte bei seinen durch Nestscharren gekennzeichneten Inspektionen das Weibchen an und spornte sie somit zum „Duett-Locken“ an. Nach einer Folge weiterer ritualisierter Verhaltensweisen folgte die Paarung. Das Weibchen brütete allein und nach etwa 4 Wochen schlüpften drei Junge in knapp zweitägigem Abstand. Bereits nach weiteren 4 Wochen sind sie flügge: einen Jungvogel können die Zoobesucher nun schon sehen! Die beiden Geschwister werden in den kommenden Tagen folgen!