Familie „Gorilla“ am Kaiserberg

gorilla9Zoologische Gärten können durch die Erhaltungszucht entscheidend dazu beitragen, dass charismatische Arten wie der Gorilla vom Aussterben bewahrt werden. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszucht-programmes (EEP)

wurde die Gruppe der Gorillas im Zoo Duisburg vor Jahren größtenteils umgestellt, mit beachtlichem Erfolg. In der großen, naturnah gestalteten und den arteigenen Bedürfnissen entsprechenden Freianlage kam es 2008 zu den ersten Gorillageburten am Kaiserberg. In den Jahren 2011 und 2012 folgten weitere, so dass im Zoo Duisburg derzeit eine harmonierende, auf insgesamt acht Tiere angewachsene Familie lebt. Jungtiere, die wie in der Natur voll in das Familienleben integriert und mit entsprechender Sozialkompetenz ausgestattet sind, werden in den kommenden Jahren den Zoo verlassen und in Partnerzoos eigene Familien gründen.
Die Gorilla-Anlage im Zoo Duisburg ist seit jeher ein Anziehungspunkt für Groß und Klein, für Stamm- wie Tagesbesucher. Nicht allein, weil diese Menschenaffen uns durch ihre Größe beeindrucken, sondern weil eben ein regelrechtes Familientreiben herrscht und man sich oft genug selbst zu erkennen gedenkt. Der Gorilla-Silberrücken MAPEMA haut in bester Hausherren- und Macho-Manier zwar nicht auf den Tisch sondern auf die Brust, um seinen Status zu untermauern. Seine Lieblingsfrauen SAFIRI und VIZURI liefern sich bisweilen schon mal lautstarke Zickenkriege. Die kinderlose MOMO hat sich mit ihrer Tantenrolle bestens abgefunden und trägt die Nachzügler ihrer Artgenossinnen gerne umher. Und wer bei bestem Wetter zusieht, wie die vier Jungtiere miteinander spielen und interagieren, muss aufpassen, dass er aus lauter Begeisterung nicht gleich sein Lager vor Ort aufschlägt. Die Jungtiere von 2008, KIBURI und UZURI, kümmern sich derzeit rührend um den jüngsten Spross der Familie, Weibchen JAMILA, da sich diese voll im Abnabelungsprozess befindet und von ihrer Mutter VIZURI immer öfter „abgestellt“ wird. (13.06.2013)