Gorillaweibchen Safiri gestorben

Leider haben wir eine sehr traurige Nachricht für euch. Gorilla Safiri ist gestern Mittag gestorben. Den Verlust der Tierpersönlichkeit können wir kaum in Worte fassen.

Safiri zeigte Symptome einer Epilepsie; eine entsprechende Therapie mit Medikamenten wurde bereits eingeleitet. Zur Abklärung der Ursache des Krankheitsbildes musste sie im MRT der Kaiserbergklinik unter Vollnarkose untersucht werden. Es bestand der Verdacht, dass ein Gehirntumor die Ursache für das Krankheitsbild sein könnte. Dies bestätigte sich nicht. Vielmehr wurde die Diagnose „Idiopathische Epilepsie“ (Epilepsie ohne erkennbare Ursache) gestellt. Leider überstand Safiri die Narkose nicht. Sie wird nun pathologisch untersucht.

Seit 2007 lebte Safiri bei uns am Kaiserberg. Sie war die Chefin innerhalb der Gorillagruppe und das Lieblingsweibchen unseres Silberrückens Mapema. Kiburi, die erste Gorillanachzucht im Zoo Duisburg, war gleichzeitig auch das erste Kind von Safiri und wurde 2008 geboren. Sie lebt nun in Kolmarden. Es folgten Suwedi (2011, lebt nun in Longleat) und Muenda (2016), welche weiterhin in der Duisburger Gorillafamilie lebt.

Silberrücken Mapema ruft noch zeitweise nach Safiri. Ansonsten zeigt die Gorillafamilie derzeit keine besonders auffälligen Verhaltensweisen und wird intensiv von den vertrauten Tierpflegern betreut. Die 3 ½ jährige Muenda sucht den engen Kontakt zu ihrem Vater und den zwei Halbgeschwistern Ayo und June. Da Muenda nicht mehr auf Milch angewiesen ist, kann sie weiterhin problemlos in der vertrauten Familiengruppe bleiben.

Im ursprünglichen Verbreitungsgebiet, den Regenwäldern von Kamerun, Gabun und dem Kongo, sind Gorillas vom Aussterben bedroht. Die Faktoren sind vielfältig, aber alle menschengemacht. Durch den Bau von Minen zur Gewinnung von Rohstoffen und dem Holzabbau schwindet ihr Lebensraum zunehmend. Darüber hinaus werden die sanftmütigen Menschenaffen gejagt, ihr Fleisch auf lokalen Märkten zum Kauf angeboten. Den kriegerischen Auseinandersetzungen in den politisch instabilen Regionen Afrikas fallen Gorillas außerdem zum Opfer. Daher beteiligt sich der Zoo am Erhaltungszuchtprogramm für Westliche Flachlandgorillas. Erhaltungszuchtprogramme dienen dem Aufbau langfristig genetisch gesunder und stabiler Bestände von Tierarten, die im Freiland stark gefährdet und hoch bedroht sind. Dabei werden die Programme weltweit bzw. europaweit geführt. Durch die Beteiligung am Erhaltungszuchtprogrammen für Westliche Flachlandgorillas leistet der Zoo Duisburg einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieser Tierarten in menschlicher Obhut.