Löwengesellschaft für TSAVO

loewe_tsavo_02_hpLöwin MINRA ist letzte Woche in hohem Alter gestorben. Nun soll natürlich der Junglöwe TSAVO nicht lange alleine bleiben. Hatte er es doch gerade genossen mit seiner Partnerin 24 Stunden Innen-und Außenanlage des Geheges nutzen zu können.
Der Zoo Duisburg ist nun auf der Suche nach junger Löwengesellschaft.

Die Tierrechtsorganisation PETA e.V. hat den Zoo Duisburg nun aufgefordert, Zirkuslöwen aufzunehmen, um diese zu „retten“. Das Ganze klingt auf den ersten Blick sehr sympathisch und soll dem Zoo, laut PETA, zusätzlich auch gesteigertes Besucherinteresse einbringen.

Dieser Gedanke wurde leider nicht zu Ende gedacht. Im Gegenteil, er widerspricht dem Tierschutzgedanken. Den jungen TSAVO mit älteren männlichen Zirkuslöwen zu vergesellschaften, wäre sein Todesurteil. Das Gehege im Zoo ist TSAVOs Revier, welches er sofort gegen fremde Männchen verteidigen würde. Auch eine Vergesellschaftung mit Zirkuslöwinnen ist nicht möglich.

Bei TSAVO und MINRA hatte eine Zusammenführung viele Monate gedauert und erst jetzt war TSAVO körperlich dazu in der Lage sich gegenüber MINRA zu behaupten. Würden Löwinnen aus einem Rudel mit ihm zusammengebracht, würden sich diese ebenfalls zusammentun und ihn versuchen zu töten. Die beste und natürlichste Gesellschaft für ihn sind jüngere oder gleichalte Löwinnen und die werden im Zirkus nicht zu finden sein.

Der Zoo scheut sich nicht davor, in Tierschutzfällen zu helfen, wo er kann. So kam der Große Tümmler PEPINA 1994 aus einem Freizeitpark oder der Afrikanische Elefant DAISY 2001 aus einem Zirkus an den Kaiserberg und auch in diesem Jahr konnte schon zahlreichen verletzten oder verwaisten Wildtieren geholfen werden. Alles aber ausschließlich zum Wohle der Tiere.