Löwenrudel erobert neu gestaltete Außenanlage

29.05.2020

Nun ist es geschafft: Die Löwenanlage im Zoo Duisburg fertig. Nur dank der großzügigen Unterstützung der Sparkasse Duisburg konnte die Außenanlage der drei Sympathieträger des Zoos beträchtlich erweitert werden. Sparkassenvorstand Dr. Joachim Bonn eröffnete die Anlage heute gemeinsam mit Zoodirektorin Astrid Stewin.

„Grundsätzlich ist unser Engagement damit begründet, dass der Zoo für die Stadt und deren Bürger einen Naherholungswert, Freizeitwert und auch einen pädagogischen Wert hat und somit die Lebensqualität in unserer Stadt verbessert“, erläutert Dr. Joachim Bonn das Sparkassenengagement für den Zoo und betont: „Aber wir wissen auch, dass der Zoo Duisburg mit anderen Freizeitangeboten im Wettbewerb steht und für Duisburg ein über Stadt- und Landesgrenzen hinaus positiv wirkendes Aushängeschild ist, das dem Standort Duisburg zu Gute kommt und wir daher sehr gerne dazu beitragen, die Attraktivität des Zoos zu unterstützen.“

Felsaufbauten, Kletterbäume sowie Schatten- und Sonnenplätze bieten alles, was das Löwenherz begehrt. Das abwechslungsreich gestaltete Areal von rund 2.500 m² Außenfläche kann von den Besuchern an sechs Aussichtspunkten eingesehen werden. Ein ausrangierter und löwensicher umgebauter Jeep hinter der sechs Meter langen Panoramascheibe ist eines der Highlights und soll den Löwen künftig als Futter- und Liegeplatz dienen. „Wenn man nun sieht, wie wohl sich unsere drei Löwen auf der neuen Anlage fühlen, kann man sich einfach nur freuen und Danke sagen. Denn ohne die Unterstützung der Sparkasse Duisburg, die schon viele Jahre ein zuverlässiger und wichtiger Partner von unserem Zoos ist, wäre dieses Projekt nicht zu realisieren gewesen“, betont Zoodirektorin Astrid Stewin

Während der rund 13 monatigen Bauzeit wurden zahlreiche Besonderheiten in, und rund um die Löwenanlage umgesetzt. So kann das Gehege durch ein vier Meter langes Schiebetor, welches sich unsichtbar in einer Felswand verbirgt, temporär unterteilt werden. „Dadurch können die Tierpfleger individuell auf die Bedürfnisse der Löwengruppe reagieren“, erklärt Zootierärztin Dr. Carolin Bunert. Darüber hinaus steht den Großkatzen ein zweites Stallgebäude zur Verfügung, denn der ehemalige Wisentstall wurde zum Löwenheim um- und ausgebaut. Wie schon der vorhandene Innenbereich im Raubtierhaus, verfügt auch die neue Innenanlage über eine Fußbodenheizung, die im Winter für warme Katzenfüße sorgen wird. Eine Teichanlage auf der Besucherseite soll künftig heimischen Amphibien eine sichere Bleibe bieten und das nahegelegene, mit Stauden bepflanzte Beet, Insekten als Nahrungsgrundlage dienen. Das Einbringen der neuen Kletterbäume war eine besondere Herausforderung für das Zooteam. „Mit einem speziellen Baumgreifer wurden die bis zu sieben Meter hohen Kletterbäume senkrecht in Schachtringen verankert“, so Bunert, „denn besonders die zwei Löwenweibchen Manyara und Masindi beobachten die Umgebung gerne von erhöhten Stellen aus“.

Die Erschließung der Erweiterungsfläche und die Modernisierung der vorhandenen Anlage setzte der Zoo in zwei Bauabschnitten um. Im ersten Bauabschnitt (April 2019 – September 2019) wurde das ehemalige Wisent-Gehege erschlossen und für die Löwen umgebaut, auch das zweite Stallgebäude entstand in diesem Zusammenhang. Nach Fertigstellung des ersten Bauabschnittes siedelten die Löwen in das neue Areal über. „Durch diese Vorgehensweise können die Löwen während der gesamten Bauzeit in Duisburg bleiben und müssen nicht übergangsweise in einem anderen Zoo untergebracht werden“, begründet Tierärztin Bunert die Vorgehensweise. Im zweiten Bauabschnitt wurde das ehemalige Außengehege umgebaut, die Vorrichtung zur temporären Trennung der zwei Anlagen aus Kunstfels errichtet und der Anschluss an das Erweiterungsgelände verwirklicht. Zum Schluss wurde der Zaun, welcher die neue und alte Anlage währen der Bauphase trennte, entfernt.