Neue Bewohner: Zoo hält nun Mini-Rinder

Sepp ist der neue Chef am Kaiserberg – zumindest im Streichelzoo. Der einjährige Dahomey-Zwergrind-Bulle zog vor einigen Tagen von München ins Ruhrgebiet. Im Zoo teilen sich Sepp und seine beiden Weibchen ein Gehege mit den Zwergeseln.

Mit einer Schulterhöhe von nur etwa einem Meter ist das Dahomey-Zwergrind die kleinste Rinderasse der Welt. Die schwarz gefärbten Tiere sind nicht größer als ein Pony und zeichnen sich durch einen ausgeglichenen, ruhigen Charakter aus. Anfang des letzten Jahrhunderts gelangten die ersten Dahomey-Zwergrinder über das Königreich Dahomey in den Zoo von Antwerpen, von wo aus die Verbreitung in Europa erfolgte.

Im Streichelzoo ersetzen die Mini-Rinder die zuvor gehaltenen Hinterwälder Rinder. Diese verließen den Zoo bereits zum Jahreswechsel und werden seitdem in Leipzig im Rahmen eines Naturschutzprojektes zur Landschaftspflege eingesetzt. „Durch das Beweidungsprojekt werden wertvolle Offenlandflächen geschaffen – früher sorgten Wildpferd, Auerochse und Wisent für diese Flächen. Verschiedene Vogel-, Insekten- und Reptilienarten profitieren von den so geschaffenen Lebensräumen“, weiß der zoologische Leiter am Kaiserberg, Johannes Pfleiderer.