Neues Ultraschallgerät für die Tierärztinnen im Zoo

Mal sind sie Internisten, dann Zahnärzte, zwischendurch auch Geburtshelfer. Die Tierärztinnen im Duisburger Zoo sorgen täglich dafür, dass es den tierischen Bewohnern am Kaiserberg gut geht. Nur dank einer privaten Spende ist es Dr. Kerstin Ternes und Dr. Carolin Bunert nun möglich, ein tragbares, modernes Ultraschallgerät für die vielfältige Diagnostik im Tiergehege einzusetzen.

Gerade einmal sechs Kilo schwer und so groß wie ein Laptop ist das neue Ultraschallgerät des Zoos, mit welchem im Rahmen einer Doppler-Untersuchung sogar der Blutfluss durch die Gefäße dargestellt werden kann. „Es ist eine wertvolle Bereicherung für unsere Arbeit und kommt allen Zootieren zu Gute“, freut sich Dr. Carolin Bunert. Dank seiner kompakten Größe und der zahlreichen Funktionen bietet es bestmögliche Voraussetzung für einen flexiblen und schnellen Einsatz im Tiergehege. Zwar können kleine Äffchen oder Vögel auch in die zooeigene Tierarztpraxis gebracht werden, bei den Großtieren gestaltet sich der Gang zum Arzt aber doch etwas schwierig. „Meist machen wir einen Hausbesuch im Tiergehege, damit unseren tierischen Patienten der Weg in die Praxis erspart bleibt. Man könnte glatt sagen, sie sind alle Privatpatienten“, erzählt Dr. Kerstin Ternes mit einem Lachen.

Nur dank der großzügigen Finanzspritze im mittleren vierstelligen Bereich des Ehepaares Melanie und Jean Ophelders konnte den Medizinerinnen des Zoos der langgehegte Traum erfüllt werden. Dies war auch dringend nötig. Die Technik des bisher verwendeten Gerätes war in die Jahre gekommen, obendrein funktionierte der Akku nicht mehr und konnte nicht ersetzt werden – problematisch für die Tierärztinnen, wie Dr. Kerstin Ternes beschreibt. „Vor jeder Untersuchung mussten Verlängerungskabel auslegt werden. Zwar trainieren wir mit unseren Tieren, dass von einem Ultraschallgerät keine Gefahr ausgeht, dennoch ernteten wir viele skeptische Blicke, als wir zusätzlich mit einer Kabeltrommel in den Stall kamen“.

Den ersten Einsatz hat das neue Gerät im Zoo bereits erfolgreich absolviert. So wurde im Beisein der Spender ein Ultraschalltraining bei den Kalifornischen Seelöwen durchgeführt. Ein Highlight, welches besonders Melanie Ophelders so schnell nicht vergessen wird. Seit Jahren unterstützt die 44jährige mit ihrem Mann Jean den Zoo, ist beispielsweise Patentante der zwei Seelöwen Gina und Sunny. „Wir schätzen die Arbeit des Zooteams sehr und freuen uns, dass wir mit dem Ultraschallgerät einen wichtigen Beitrag zur Tiergesundheit beitragen können“, so Melanie Ophelders. Als Dankeschön gab es einen feucht-fischigen Kuss von Gina.