tonina3Die im Jahr 2005 eröffnete moderne Tropenhalle Rio Negro ist über einen Verbindungstunnel mit dem ältesten Gebäude des Zoos, dem Aquarium, verbunden.

Die Tropenhalle Rio Negro stellt einen Ausschnitt der Tierwelt Südamerikas dar. Zentrales Element der Tropenhalle ist das große, naturnah gestaltete Becken für die einzigartigen Amazonas Flussdelfine. Durch riesige, bis zu 12 m lange Scheiben kann der Besucher die Delfine und verschiedene Fischarten der südamerikanischen Flüsse in ihrer Unterwasserwelt beobachten.

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Der Zoo Duisburg ist der einzige Zoo Europas, in dem die sehr seltenen Flussdelfine gehalten werden. Anders als die allseits bekannten Großen Tümmler leben Flussdelfine nicht im Salzwasser der offenen Meere, sondern vielmehr im Süßwasser von Flüssen. Einer der bekanntesten Vertreter der Flussdelfine ist der Amazonas Flussdelfin, der in dem riesigen Flusssystem des Amazonas, Orinokos, Rio Negros und Madeiras in den Ländern Brasilien, Bolivien, Kolumbien, Peru und Venezuela in Südamerika anzutreffen ist. Anders als die im offenen Meer lebenden Delfine, die zumeist in großen Gruppen vorkommen, gelten Flussdelfine als Einzelgänger. Zumeist kann man einzelne Männchen beobachten oder erwachsene Weibchen mit einem Jungtier. Adulte Männchen und Weibchen finden gewöhnlich nur zur Paarungszeit zusammen oder treffen sich an fischreichen Plätzen, wo kurzzeitig mehrere Tiere zusammenkommen können.

dottertukan2Tiere Südamerikas
Ganz wie im südamerikanischen Tropenwald kann  sich der Besucher beim Gang durch die Tropenhalle Rio Negro fühlen. Das tropisch-warme Klima der Halle hat eine üppige Vegetation entstehen lassen. Im dichten Blattwerk der Bäume und Büsche leben allerlei Tiere, die gelegentlich auch auf den Boden herunter kommen, um zwischen den Besuchern umher zu laufen. Ganz besonders neugierig sind die Rothand-Tamarine, eine kleine Krallenaffenart, die durch ihre markanten orange-rot gefärbten Hände und Füße auffällt. Auch die farbenprächtigen Dottertukane und verschiedene Echsenarten  zeigen sich regelmäßig hautnah den Besuchern. Mehr Glück benötigt man, um die Faultiere oder die farbenfrohen und zumeist laut rufenden Aras im Geäst der Bäume entdecken zu können.