„Rund und fett“ aber so süß!

Neuseeländische Kune-Kune Schweine im Zoo Duisburg
In der 2011 eröffneten Sparkassen-Erlebniswelt sind neue Bewohner eingezogen, die Potential haben die neuen Besucherlieblinge am Kaiserberg zu werden. Schon wenige Tage nach dem Einzug bilden sich Besuchertrauben wenn die zwei kleinen, wolligen Schweinchen durch ihr Gehege flitzen. TAI und UTA gehören zu einer neuseeländischen Nutztierrasse. Kune-Kune nennt sie die heimische Bevölkerung der Maori, was passenderweise „rund und fett“ bedeutet. Sie dienten über die Jahrhunderte vor allem der Fleischproduktion – bis in den 1970er Jahren alle bis auf etwa ein Dutzend aufgegessen waren. Auf diese wenigen Tiere gehen alle heute lebenden Schweine der Rasse zurück. Wildparkbesitzer retteten die Kune-Kune vor dem Aussterben. Mittlerweile sind die gutmütigen Tiere vor allem bei Hobbyzüchtern sehr beliebt. Ihr Bestand wird heute auf weltweit wieder 900 Individuen geschätzt. Noch unbekannt ist es, wie sie einst auf die Inseln im Pazifik kamen und aus welchen Rassen sie gezüchtet wurden. Kune-Kune haben ein dichtes Fell mit langen, weichen Borsten. Typisch sind ihre kurzen Schnauzen und die zwei seitlichen Troddeln am Halsansatz, deren Ursprung ebenfalls im Dunkeln bleibt. Über diese Zotten lässt sich nur sagen, dass es lediglich Ausstülpungen der Haut ohne eine erkennbare Funktion sind. Kune-Kune gibt es in verschiedensten Farben. Der junge Eber TAI (in der Sprache der Maori „Küste“) hat ein schwarzes Fell, während seine Partnerin UTA (steht für „Land“) ein bronzefarbenes Fell ziert. Sauen können ein Gewicht von 70 Kilogramm erreichen, Eber auch bis zu 100 Kilogramm. Ihre Schulterhöhe beläuft sich auf bis zu 60 Zentimeter bei einer Länge von ca. einem Meter. Pro Wurf bekommen sie in der Regel drei bis sieben Ferkel.