Verwandtschaft: ,
Lateinischer Name: Canis lupus hudsonicus
Verbreitung: Nordkanada
Lebensraum:
Lebensweise: in Rudeln bis zumeist 10 Tiere
Nahrung: Huftiere, Kleinsäuger, Vögel
Grösse: 80-85 cm Stockmaß
Gewicht: im Durchschnitt etwa 40 kg, Neugeborene bis 500g
Paarungszeit: in der 2. Winterhälfte
Trag-Brutzeit: 62-75 Tage, Geburt im Frühling
Wurf-Gelege: Im Schnitt 4-6 Jungtiere
Geschlechtsreife: 3 Jahre, 1 x pro Jahr wird gezüchtet
Lebenserwartung: bis 20 Jahre

Der allseits bekannte Wolf lebt in verschiedenen Unterarten, die sich in Körpergröße und Fellfarbe voneinander unterscheiden, in den offenen Gras- und Waldgebieten der gesamten nördlichen Halbkugel. Als Anpassung an seinen über viele Monate im Jahr mit Eis und Schnee bedeckten Lebensraum im Norden Kanadas trägt der Arktische Wolf ein einheitlich weißes Fellkleid. Der Arktische Wolf zählt zu einer der größten Unterarten des Wolfes. Männchen und Weibchen sind äußerlich gleich, wobei die männlichen Tiere zumeist jedoch etwas größer und kräftiger werden als die Weibchen.

Wie alle Wölfe leben auch die Arktischen Wölfe in einem Rudel mit einer klar umrissenen Sozialordnung. Zumeist besteht ein solches Rudel aus bis zu 10 erwachsenen Tieren, wobei jedes Tier eine feste Stellung in der Rangordung hat. Angeführt wird ein Wolfsrudel von dem ranghöchsten Paar der Gruppe, den sogenannten Alphatieren. Mit dem bekannten Heulen der Wölfe markiert das Rudel sein Territorium, das gegenüber anderen Wolfsrudeln verteidigt wird.

Die Paarungs- oder Ranzzeit der Wölfe beginnt in der zweiten Winterhälfte. Hierbei gelangen nur die beiden Alphatiere zur Paarung. Die Jungtiere werden nach einer Tragzeit von etwa 2 Monaten in einem Erdbau zur Welt gebracht. Anfänglich blind, nahezu nackt und völlig hilflos entwickeln sich die Jungtiere rasch. Mit etwa 2 Jahren sind die jungen Wölfe ausgewachsen.

In Zoologischen Gärten werden Wölfe recht häufig gehalten. Zumeist wird der Europäische Wolf gezeigt, der in seinem äußeren Erscheinungsbild dem Schäferhund recht ähnlich sieht, und von dem alle heutigen Hunderassen abstammen. Da komplett winterhart können Wölfe in großen Freianlagen ohne zusätzliche Warmhäuser gehalten werden. In dem riesigen natürlichen Verbreitungsgebiet entlang der nördlichen Halbkugel ist der Wolf gebietsweise bedroht und mancherorts bereits ausgerottet. Nur in abgelegenen Regionen, die kaum vom Menschen bevölkert sind, gibt es noch größere Populationen. So auch vom Arktischen Wolf, der in den eisigen Regionen Nordkanadas Schutz vor dem Menschen findet.