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Verwandschaft: ,
Lateinischer Name: Pogona vitticeps
Verbreitung: Zentrales Australien
Lebensraum: Halbwüsten, Wüsten, Trockenwälder und Steppen
Lebensweise: Tagaktiv. Bodenbewohnend. In kleinen Gruppen mit strenger Rangordnung.
Nahrung: Kräuter, Samen und andere Pflanzenteile, Insekten und kleine Wirbeltiere
Grösse: bis 20 cm Körperlänge plus 25 cm Schwanz
Gewicht: bis 500 g
Paarungszeit: Frühjahr
Trag-Brutzeit: 10 bis 30 Eier
Wurf-Gelege: nach 2 bis 4 Monaten
Geschlechtsreife: mit 2 Jahren
Lebenserwartung: 15 Jahre

Bartagamen können eine Gesamtlänge von bis zu 55 cm erreichen und gehören zu den bekanntesten Vertretern der australischen Herpetofauna. Ein Halskragen mit Dornen, die wie ein Bart wirken ist das charakteristische und namensgebende Merkmal. Dieser Bart dient der Abwehr von Feinden. Fühlt sich eine Bartagame bedroht wird der Halskragen weit aufgespannt, so wirkt die Echse zum einem wesentlich größer und ist zum anderen, aufgrund der Dornen, schwer zu fassen.

Bartagamen haben eine strenge Rangordnung innerhalb der Gruppe. Den Rangstatus signalisieren die Tiere mit nicken und winken. Ranghohe Tiere winken und nicken meist von erhöhten Positionen, während rangniedrige Tiere von weiter unten zurück winken. So werden die ranghohen Tiere beschwichtigt und deren Status anerkannt.

Wie alle Reptilien gehören Bartagamen zu den wechselwarmen Tieren, das heißt dass ihre Körpertemperatur abhängig von der Umgebungstemperatur ist und nicht konstant bleibt. Bei Kälte sind sie weniger aktiv als bei Hitze. Deshalb sieht man Bartagamen in den kalten Morgenstunden in der Sonne um Wärme zu tanken. Erst zur MIttagszeit ist der Körper ausreichend aufgewärmt, um auf die Jagd zu gehen. Je wärmer es ist, desto heller ist das Schuppenkleid einer Agame. Bei sehr großer Hitze kann man beobachten wie Bartagamen, ähnlich wie Hunde, hecheln. So steuern sie den Blutfluss im Köprer und können ihre Körpertemperatur regulieren.
Bartagamen gehören zu den beliebtesten Arten in der Terraristik. Allerdings werden ihre Haltungs- und Platzansprüche nicht selten unterschätzt, so dass viele Tiere in Auffangstationen landen.