Verwandschaft: ,
Lateinischer Name: Pavo cristatus
Verbreitung: Indien, Sri Lanka
Lebensraum:
Lebensweise: lockere Verbände, außerhalb der Brutzeit meist einzeln
Nahrung: Sämereien, Knospen, Früchte, Kerbtiere
Grösse: 90 bis 120 cm
Gewicht: 3 bis 6 kg
Paarungszeit: im Frühjahr
Trag-Brutzeit: 28 Tage
Wurf-Gelege: 5 bis 7 Eier
Geschlechtsreife: mit 3 Jahren
Lebenserwartung: bis 30 Jahre

In weiten Teilen Asiens, vor allem bei den Hindus, wird der Pfau als heiliger Vogel verehrt. In Indien wurde der Pfau zum Nationalvogel erklärt. In Sri Lanka gilt er als das Sinnbild des Gottes Krishna. Als vielerorts geschützter und verehrter Vogel konnte der Pfau sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet in Südindien und Sri Lanka auf weite Teile Asiens und Europas ausweiten. Früher nur auf den Lichtungen des dichten Dschungels beheimatet, hat er sich immer mehr den menschlichen Siedlungen und den Kulturflächen angeschlossen.

Dem Pfauenhahn verleihen die zu einer Schleppe verlängerten Oberschwanzdecken sein typisches Erscheinungsbild. Auch das Körpergefieder ist schillernd gefärbt. Die Weibchen dagegen sind unscheinbar gefärbt und haben keine Schleppe. Beide Geschlechter tragen eine kleine Federkrone auf dem Scheitel.

Zur Fortpflanzungszeit sammelt jeder Pfauenhahn 3 bis 5 Weibchen um sich und verteidigt ein festes Territorium. Die ausgiebige Balz ist vor allem durch das bekannte „Radschlagen“ des Männchens gekennzeichnet. Hierbei werden die langen, mit „Pfauenaugen“ versehenen Oberschwanzdecken und Schwanzfedern zu einem Rad aufgestellt, um somit den Weibchen zu imponieren. Unmittelbar nach der Paarung gehen die Hennen ihrem Brutgeschäft nach. Die Nester werden meist unter dichtem Gebüsch verborgen. Das Bebrüten der 5 bis 7 Eier und die Aufzucht der Küken übernimmt ausschließlich das Weibchen. Nach der Paarungszeit mausern die Vögel. Die Männchen verlieren dann ihre prächtigen Schmuckfedern, die erst zur nächsten Fortpflanzungszeit neu wachsen.

In Zoologischen Gärten kann man den Pfau freilaufend halten, da er als ausgesprochen standorttreu gilt. Nur während der Nacht baumen die Pfauen, als Schutz vor Raubfeinden, in hohen Laubbäumen auf. Als Futter bietet man ein Körnermischfutter und Grünzeug. Vielfach finden die Pfauen in den weiten Anlagen der Zoologischen Gärten jedoch selbständig genügend Nahrung, so daß keine Zusatzkost geboten werden muß.