Verwandschaft: ,
Lateinischer Name: Tragelaphus euryceros
Verbreitung: Afrika
Lebensraum:
Lebensweise: einzeln, paarweise, oder gesellig in kleinen Verbänden
Nahrung: Blätter, Triebe, Gras, Kräuter
Grösse: 110 bis 140 cm
Gewicht: Männchen 240 bis 350 kg, Weibchen 200 bis 240 kg, Neugeborene 15 bis 20 kg
Paarungszeit: ganzjährig
Trag-Brutzeit: 270 bis 295 Tage
Wurf-Gelege: 1 Jungtier
Geschlechtsreife: mit 2 bis 3 Jahren
Lebenserwartung: bis 20 Jahre

Bongos haben eine massige Gestalt mit einem runden, hochgebogenen Rücken. Die Fellfarbe ist glänzend rotbraun, die bei älteren Tieren, insbesondere den Männchen, an Beinen und Hals dunkler ist. Die Flanken sind mit 11 bis 14 markanten, senkrechten weißen Streifen gezeichnet. Jedes Tier hat sein eigenes individuelles Streifenmuster, so daß man einzelne Bongos an ihrer Streifung identifizieren kann. Auffällig ist zudem ein weißer Streifen quer über den Nasenrücken, sowie ein weiterer weißer Streifen am Vorderhals. An den Wangen finden sich unregelmäßige weiße Punkte. Beide Geschlechter tragen spiralförmige Hörner, die eine Länge von 50 bis 100 cm erreichen.

Bongos leben einzeln, paarweise oder in kleinen Familienverbänden von selten mehr als 3 Tieren. Sie bewohnen die verbliebenen dichten Regenwälder, gelegentlich auch Sekundärwälder, in West-, Zentral- und Ostafrika. In ihren Revieren nutzen Bongos feste Wechsel und bestimmte Kotstellen, die zur Markierung ihres Territoriums dienen. Tagsüber ruhen die Bongos an schattigen Plätzen. Erst spät abends werden die Tiere aktiv und gehen auf Futtersuche. Bei jeglicher Störung schlüpft der äußerst scheue Bongo mit vorgestrecktem Kopf und angelegten Hörnern sofort in dichtes Unterholz.

Aufgrund seiner scheuen Natur ist die Lebensweise des Bongos im Freiland noch nicht eingehend erforscht. So weiß man insbesondere über das Gruppenleben des Bongos noch zu wenig. Untersuchungen deuten jedoch darauf hin, daß einmal gefundene Paare eine lebenslange Einehe führen.

In Zoologischen Gärten werden Bongos recht häufig gehalten und erfolgreich gezüchtet. Die Wildbestände sind aufgrund der ständig zunehmenden menschlichen Nutzung der Regenwälder rückläufig und in viele kleine, von einander getrennte Kleinpopulationen aufgeteilt.