Verwandtschaft: ,
Lateinischer Name: Gallicolumba crinigera
Verbreitung: südliche Philippinen
Lebensraum: Tieflandregenwald
Lebensweise: hauptsächlich bodenbewohnend
Nahrung: Insekten, kleine Wirbellose, Sämereien, Früchte
Grösse: bis 27 cm
Gewicht: bis 200 g
Paarungszeit: Frühjahr
Trag-Brutzeit: 15 bis 17 Tage
Wurf-Gelege: 1 Ei
Geschlechtsreife: 1 Jahr
Lebenserwartung: 10 - 12 Jahre

Die Brandtaube ist eine endemische Art der südlichen Philippinen, das heißt sie kommt weltweit nur dort vor. Sie bewohnt die tropischen Primär- und Sekundärwälder bis in eine Höhe von etwa 600 Metern. Die Brandtaube gehört zu den weitgehend bodenbewohnenden Taubenarten. Bei Gefahr laufen sie eher schnell in Deckung, als dass sie los fliegen. Sie ist aber sehr wohl flugfähig.

Ihr Nest bauen sie in geringer Höhe bis zu einem Meter. Das Gelege der Brandtaube besteht aus einem Ei, aus dem nach ca. 15 bis 17 Tagen die Küken schlüpfen. Beide Elternteile versorgen den Nachwuchs, der nach etwa 20 Tagen flügge wird. In der 6. Lebenswoche entwickelt sich der namengebende rote Brustfleck der Vögel. Man nennt sie auch Bartlett-Dolchstichtaube, weil der große intensiv rote Fleck auf der Brust aussieht wie eine Stichwunde.

Die Brandtaube ist eine durch Rodung und Holzeinschlag gefährdete Art. Man schätzt, dass es nur noch 1000 bis 2500 erwachsene Individuen gibt. Ursprünglich kam sie auf sieben philippinischen Inseln vor. Heute findet man sie nur noch in Schutzzonen auf den Inseln Bohol und Mindanao. Glücklicherweise wird die Art in zoologischen Gärten und bei privaten Vogelhaltern regelmäßig nachgezogen und es existiert für sie auch ein Europäisches Zuchtbuch (ESB).