breitmaulnashorn_zoo-foto_a
Verwandschaft: ,
Lateinischer Name: Ceratotherium simum
Verbreitung: östliches und südliches Afrika
Lebensraum:
Lebensweise: in kleinen Familiengruppen, Männchen sind Einzelgänger
Nahrung: Gräser, Kräuter
Grösse: bis 200 cm
Gewicht: Männchen bis 2300 kg, Weibchen bis 1800 kg, Neugeborene 40 kg
Paarungszeit: ganzjährig
Trag-Brutzeit: 16 - 17 Monate
Wurf-Gelege: 1 Jungtier
Geschlechtsreife: mit 7 bis 9 Jahren
Lebenserwartung: bis 45 Jahre

Von den fünf heute existierenden Nashornarten (2 Arten in Afrika, 3 Arten in Asien) ist das Breitmaulnashorn bei einer mannshohen Schulterhöhe und einem Körpergewicht bis 2,3 Tonnen die größte und schwerste Art. Mit seinen breiten wulstigen Lippen ist das Breitmaulnashorn ein reiner Grasfresser, im Gegensatz zu dem ebenfalls in Afrika beheimateten Spitzmaulnashorn, das sich dank seiner Greiflippe vornehmlich von Blättern ernährt. Aufgrund der unterschiedlichen Nahrungsansprüche können beide Arten in dem selben Gebiet vorkommen, ohne sich das Futter streitig zu machen.

Breitmaulnashörner haben eine enorm massige Gestalt, was insbesondere durch den muskulösen Nackenhöcker bewirkt wird. Das große Körpergewicht wird auf stämmigen, säulenartigen Beinen und breiten Füßen, die jeweils nur 3 Zehen aufweisen, getragen. Außer an den Ohren und am Schwanzende sind Breitmaulnashörner unbehaart.

Wie das Spitzmaulnashorn bildet auch das Breitmaulnashorn zwei Hörner aus, von denen das vordere eine Länge von über 100 cm erreichen kann. Das zweite Horn bleibt wesentlich kürzer.

Des Hornes wegen wurde das Breitmaulnashorn, wie auch alle anderen Nashornarten, an den Rand der Ausrottung gedrängt. In Südostasien gelten Pulver und Elixiere aus dem Horn der Nashörner als Heilmittel und als Aphrodisiakum, während in Arabien Dolchgriffe traditionsgemäß aus Nashorn-Horn hergestellt werden. Aus diesen Gründen wurden Nashörner erbarmungslos gejagt, was zu drastischen Bestandsrückgängen und letztendlich zu strengen Schutzbemühungen führte. Jedoch die Tatsache, daß auf dem Schwarzmarkt horrende Preise für das Horn von Nashörnern bezahlt wird, läßt professionelle Wilderer noch immer Jagd auf Nashörner machen. Im Jahre 1996 lebten noch etwa 7500 Breitmaulnashörner in Afrika, der Großteil hiervon in Südafrika, wo Wildhüter massiv gegen Wilderer vorgehen. In Mosambik, im Sudan und in Uganda ist das Breitmaulnashorn bereits ausgerottet.