Verwandtschaft: ,
Lateinischer Name: Spheniscus demersus
Verbreitung: südliches Afrika
Lebensraum: Küste
Lebensweise: gesellig in großen Trupps
Nahrung: Fische
Grösse: 65 bis 70 cm
Gewicht: 2,5 bis 3 kg
Paarungszeit: 2 x jährlich, Frühling und Herbst
Trag-Brutzeit: 40 Tage
Wurf-Gelege: 1-2 Eier, Gelege in selbstgegrabenen Erdhöhlen
Geschlechtsreife: 4 Jahre
Lebenserwartung: bis zu 30 Jahre

Der Brillenpinguin zählt zu den mittelgroßen Vertretern der 20 verschiedenen Pinguinarten. Wie alle Pinguine ist der Brillenpinguin stark an das Leben im Wasser angepaßt. Der stromlinienförmige Körper mit den weit hinten angesetzten Beinen ist mit einem schuppenartigen, glatten und wasserabweisenden Gefieder bedeckt. Die Flügel sind zu „Flossen“ umgebildet und erlauben hohe Tauchgeschwindigkeiten. Wie bei allen Pinguinen ist die Körperoberseite schwarz, die Unterseite weiß. Ein brillenförmiger, rosa gefärbter, nackter Hautfleck über dem Auge und am Schnabelansatz verleiht dem Brillenpinguin seinen Namen.

Brillenpinguine gehen in großen Gruppen gemeinsam auf Nahrungssuche. Kleine Fische werden zumeist in oberflächennahen Wasserschichten erbeutet. Tauchgänge dauern selten länger als 2 Minuten.

In Zoologischen Gärten werden Brillenpinguine sehr erfolgreich gehalten. Die Gehege sind mit einem Wasser- und Landteil versehen. Felsnischen dienen als Brutstätten, in denen regelmäßig Jungvögel schlüpfen. Als Futter bietet man kleine Fische, wie Heringe, Wittlinge oder Sprotten.

Brillenpinguine stehen heute unter strengem Naturschutz. Meerwasserverschmutzung, Überfischung und das Aufsammeln von Eiern führten zu einem drastischen Bestandsrückgang der Brillenpinguine in ihrem natürlichen Lebensraum. Heute überleben weniger als 25.000 Brutpaare im südlichen Afrika. Die Zoopopulation der Brillenpinguine wird in einem internationalen Zuchtprogramm koordiniert.