Verwandschaft: ,
Lateinischer Name: Bettongia penicillata
Verbreitung: Südaustralien
Lebensraum:
Lebensweise: Einzelgänger oder in kleinen Gruppen
Nahrung: Pilze, Knollen, Wurzeln, Samen, Insekten
Grösse: 30 bis 40 cm plus 29 bis 36 cm Schwanz
Gewicht: 1,1 bis 1,6 kg, Neugeborene 1 g
Paarungszeit: ganzjährig
Trag-Brutzeit: 21 Tage
Wurf-Gelege: 1 Jungtier
Geschlechtsreife: mit ½ Jahr
Lebenserwartung: bis 6 Jahre

Im Gegensatz zu den allseits bekannten größeren Känguruarten zählen die Bürstenkängurus zu der Familie der sehr kleinen Rattenkängurus, deren größte Vertreter kaum mehr als 3 kg wiegen. Neben ihrer geringen Größe zählt ein steifer, bürstenartiger Haarkamm auf der Oberseite des körperlangen Schwanzes zu den auffälligsten Merkmalen der Bürstenkängurus. Das Fellkleid ist einheitlich gelbgrau mit einem schwarzen Streifen auf der Schwanzoberseite. Bürstenkängurus gelten gemeinhin als Einzelgänger, die ihr Revier, speziell um den Schlafplatz herum, gegenüber Artgenossen verteidigen. Als vornehmlich nachtaktive Tiere verschlafen die Bürstenkängurus die Tagesstunden in einem Grasnest, das in einer Mulde im dichtem Unterholz errichtet wird.

Das benötigte Nistmaterial wird mit dem Greifschwanz herbeigeschafft. Während der frühen Morgen- und späten Abendstunden begeben sich die Tiere auf Nahrungssuche. Hierbei stellen energie- und eiweißarme Pilze die Hauptnahrung, die mittels Bakterien im Magen der Kängurus verdaut werden können. Zusätzlich ernähren sich Bürstenkängurus von Knollen, Wurzeln und Insekten. Schon im Alter von etwa 6 Monaten erreichen die nicht langlebigen Bürstenkängurus ihre Geschlechtsreife. Nach einer Tragzeit von 21 Tagen wird ein für Beuteltiere typisches, winzig kleines, nacktes und blindes Jungtier geboren, das eigenständig den Weg in den Beutel der Mutter findet.

Im Alter von 3 Monaten ist das Jungtier soweit gewachsen, den schützenden Beutel der Mutter zu verlassen. Nach weiteren 3 Monaten unter der Fürsorge des Muttertieres ist das Jungtier ausgewachsen und geht seinen eigenen Weg. In Zoologischen Gärten werden Bürstenkängurus sehr selten gehalten. Da sich die Tiere tagsüber kaum aktiv zeigen, werden diese kleinen Kängurus zumeist in sogenannten Nachttierhäusern präsentiert. Ehemals im gesamten südaustralischen Raum verbreitet, ist der Wildbestand der Bürstenkängurus aufgrund von Lebensraumzerstörung und der Bejagung durch eingeschleppte Füchse stark gefährdet.