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Verwandschaft: ,
Lateinischer Name: Phoenicopterus chilensis
Verbreitung: Südamerika
Lebensraum:
Lebensweise: gesellig in großen Schwärmen
Nahrung: kleine Krebstiere und Weichtiere, Insektenlarven
Grösse: bis 105 cm
Gewicht: bis 2,3 kg
Paarungszeit: im Frühjahr
Trag-Brutzeit: 27 bis 31 Tage
Wurf-Gelege: 1 Ei
Geschlechtsreife: nach 5 Jahren
Lebenserwartung: über 30 Jahre

Der Chileflamingo ist die häufigste und am weitesten verbreitete Flamingoart in Südamerika. Entgegen dem Namen kommt der Chileflamingo nicht nur in Chile vor, sondern in allen angrenzenden Ländern im südlichen Teil des Kontinents.

Auffälligstes Erkennungsmerkmal des Chilflamingos sind die grauen Beine mit den markanten rosa Gelenken und den rosa Füßen. Auch der blaß rosa gefärbte Schnabel ist charakteristisch, dessen schwarze Spitze bis über den Knick des Schnabels reicht. Wie bei allen anderen Flamingoarten ist ein Geschlechtsunterschied äußerlich nur an der Größe der einzelnen Vögel auszumachen. Männliche Vögel sind gemeinhin etwas größer als die Weibchen. Jungvögel bis zum Alter von etwa 3 Jahren sind graubraun befiedert.

In ihrem weiten Verbreitungsgebiet in Südamerika leben Chileflamingos an den weiten Küstenabschnitten ebenso wie auf inländischen Seen. Sogar auf Gebirgsseen in mehr als 4500 m Höhe sind Chileflamingos zeitweilig anzutreffen.

Zur Brutzeit, die je nach Herkunftsgebiet zu unterschiedlichen Zeiten beginnen kann, sammeln sich die Vögel zu großen Schwärmen an geeigneten Standorten. Ähnlich wie bei anderen Flamingoarten bauen die Brutpaare einzelne, bis zu 40 cm hohe Nestkegel aus Lehm und Schlamm, auf denen das einzige Ei gelegt wird. Wenn nicht ausreichend Schlamm vorhanden, werden die Eier sogar auf den blanken Boden gelegt. Nach einer Brutzeit von etwa einem Monat schlüpfen die Küken, die nach nur wenigen Tagen das Nest verlassen und sich mit allen anderen Jungvögeln der Kolonie zu einem großen Schwarm zusammen finden. Durch eine spezielle Kropfmilch der Altvögel werden die Küken versorgt, bis sie selbständig Nahrung aufnehmen können. Hierzu dient der eigenwillig gekrümmte Schnabel, der, versehen mit Lamellen, dazu dient, kleine Nahrungspartikel aus dem Wasser zu filtern.

In Zoologischen Gärten werden Chileflamingos häufig gezeigt und auch nicht selten gezüchtet. Aufgrund ihres Herkunftsgebietes können Chileflamingos auch in hiesigen Breiten kalte Winter mühelos überstehen. In Südamerika sind Chileflamingos noch zahlreich vertreten, auch wenn mancherorts illegal Eier von den Nestern entwendet werden.