Verwandschaft: ,
Lateinischer Name: Dromaius novaehollandiae
Verbreitung: Australien
Lebensraum:
Lebensweise: gesellig in kleinen Gruppen
Nahrung: Gräser, Kräuter, Früchte, Insekten
Grösse: 150 bis 190 cm
Gewicht: 30 bis 55 kg
Paarungszeit: im Sommer
Trag-Brutzeit: 54 bis 58 Tage
Wurf-Gelege: 5 bis 15 Eier
Geschlechtsreife: nach 2 bis 3 Jahren
Lebenserwartung: über 30 Jahre

Emus sind große flugunfähige Laufvögel, die auf dem gesamten australischen Kontinent verbreitet sind, und nur das sehr trockene Innenland meiden. Die verstümmelten Flügel der Emus sind unter dem sehr dichten aber locker aufliegenden braunen Federkleid kaum auszumachen. Weibchen werden größer und schwerer als die Männchen und zeigen häufig eine dunklere blaue Gesichtsfarbe. Im Gegensatz zu dem größten Vertreter der Laufvögel, dem afrikanischen Strauß, der nur zwei Zehen aufweist, tragen Emus an jedem Fuß drei Zehen, die mit scharfe Krallen besetzt sind.

Wie alle Laufvögel sind Emus ausdauernde Läufer mit kräftigen, muskulösen Beinen. Im schnellen Lauf dienen die Flügel als Ruder und Balancierorgan, um den Vögeln schnelle Richtungsänderungen zu ermöglichen. Die Paarbildung der Emus beginnt im Dezember. Mit tiefen, trommelnden Rufen signalisieren die Weibchen ihre Paarungsbereitschaft. Die Männchen bauen ein einfaches Bodennest aus Zweigen und Blättern, in das die Weibchen ihre 5 bis 15 dunkelgrünen Eier legen, die in einem Abstand von jeweils 2 bis 4 Tagen gelegt werden.

Erst wenn das Gelege komplett ist beginnt das Brutgeschäft, für das einzig das Männchen zuständig ist. Nach etwa 56 Tagen schlüpfen die Küken, die ebenfalls nur von Hahn betreut werden. Die Weibchen paaren sich gewöhnlich mit mehreren Männchen und beteiligen sich nicht am Brutgeschäft. Während der gesamten Brutzeit nimmt das Männchen keinerlei Nahrung zu sich. Unmittelbar nach dem Schlupf verlassen die Jungvögel das Nest und werden vom Hahn geführt. Mit zwei bis drei Jahren sind die jungen Emus ausgewachsen. Emus werden gerne in Zoologischen Gärten gehalten und züchten dort auch regelmäßig. Im Freiland gelten die Bestände als nicht bedroht, obschon Emus in früheren Jahren stark bejagt wurde. Lediglich in Tasmanien wurde der Emu mit der Ankunft der ersten Siedler in der Mitte des 19. Jahrhunderts ausgerottet.