Verwandtschaft: ,
Lateinischer Name: Suricata suricatta
Verbreitung: Südliches Afrika
Lebensraum:
Lebensweise: im Familienverband
Nahrung: Kriechtiere, Eier, bodenbrütende Vögel, kleine Säugetiere
Grösse: bis 30 cm
Gewicht: ca. 700 g
Paarungszeit: ganzjährig
Trag-Brutzeit: ca. 77 Tage
Wurf-Gelege: 2 bis 5 Junge
Geschlechtsreife: mit einem Jahr
Lebenserwartung: bis 15 Jahre

Erdmännchen erinnern in Gestalt und Größe auf den ersten Blick an Marder, sind aber spitzschnäuziger und kleinköpfiger und verwandtschaftlich nicht näher mit ihnen verwandt. Ihr Fell ist kurz und nur stellenweise mit langen Deckgrannen versehen. Erdmännchen sind sandfarben, wobei der Rücken vereinzelt dunkle Querbänder erkennen lässt. Die den Schleichkatzen zugerechneten Erdmännchen besitzen lange Krallen zum Graben, die nicht einziehbar sind. Die Geschlechter sind annähernd gleich groß.

Obwohl sie selbst Fleischfresser sind, werden sie aufgrund ihrer geringen Größe von anderen Jägern erlegt. Damit die tagaktiven Erdmännchen in Ruhe auf Nahrungssuche gehen können, wird regelmäßig ein Wächter abgestellt, der nach Feinden Ausschau hält und bei Gefahr die Gruppe warnt. Der Wächer steht aufgerichtet auf den Hinterbeinen und gibt bei Gefahr einen lauten Pfiff ab – die Erdmännchen verschwinden blitzartig in ihren Erdbauten.

Bis zu 40 Erdmännchen leben gesellig im Familienverband. Je größer die Gruppe ist, um so besser funktioniert die Arbeitsteilung. Ein Wächter hält etwa 2 Stunden Ausschau, dann wird er abgelöst. Die Zusammenarbeit der Erdmännchen geht aber noch weiter. Um genug Milch geben zu können, muss eine säugende Mutter täglich auf Nahrungssuche gehen. Während dieser Zeit sind die Jungtiere in der Obhut von Tanten und älteren Geschwistern, die sie beschützen und wärmen.

Die außerordentlich hohe soziale Organisation der Erdmännchen wird über eine äußerst strenge Hierarchie unter den Familienmitgliedern gewährleistet. Grundsätzlich darf sich nur das Alpha-Paar fortpflanzen. Würfe rangniederer Weibchen werden meist tot gebissen.

In Zoologischen Gärten werden Erdmännchen häufig gezeigt. Sie lassen sich als tagaktive Tiere bei ihren ausgiebigen Kontakten untereinander hervorragend beobachten. Im Freiland gelten Erdmännchen nicht als bedroht.