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Verwandschaft: ,
Lateinischer Name: Lynx lynx
Verbreitung: Europa, Asien
Lebensraum:
Lebensweise: Einzelgänger in festen Revieren
Nahrung: Säugetiere bis Rehgröße, Vögel
Grösse: 70 bis 110 cm
Gewicht: 15 bis 40 kg, Neugeborene 200 bis 300 Gramm, im Spätwinter/Frühjahr
Paarungszeit: im Spätwinter/Frühjahr
Trag-Brutzeit: 67 bis 74 Tage
Wurf-Gelege: 1 bis 6 Jungtiere (zumeist 2 bis 3)
Geschlechtsreife: nach 2 bis 3 Jahren
Lebenserwartung: über 20 Jahre

Mit einer Schulterhöhe bis 75 cm und einem Körpergewicht bis 35 kg ist der Luchs die größte in Europa beheimatete Raubkatzenart. Als Anpassung an seinen Lebensraum mit regelmäßigen Schneefällen im Winter haben Luchse sehr lange Beine und breite, kräftige Pfoten. Die Pfoten tragen ein dichtes Haarpolster unter den Sohlen, um ein Einsinken im tiefen Schnee zu verhindern. Zudem schützen die behaarten Fußsohlen vor Kälte.

Der große rundliche Kopf der Luchse ist durch einen kräftigen Backenbart gekennzeichnet. Mit ihren sprichwörtlichen Luchsaugen können die Tiere sogar bei Dunkelheit ausgezeichnet sehen. Anders als bei vielen Katzenarten zieht sich die Pupille im hellen Tageslicht nicht schlitzförmig sondern rundlich zusammen.

Auffälligstes Merkmal der Luchse sind die großen Ohren mit den auffällig langen Ohrpinseln, die es den Tieren ermöglichen, selbst leiseste Geräusche zu orten. Versuche haben gezeigt, daß das Hörvermögen der Luchse deutlich vermindert ist, wenn die Ohrpinsel fehlen.

Der Luchs lebt als Einzelgänger in festen Revieren. Nur zur Paarungszeit finden Männchen und Weibchen zusammen. In seinem Revier ernährt sich der Luchs vornehmlich von Säugetieren, von Maus- bis Rehgröße. Zumeist werden kranke oder wenig lebenstüchtige Tiere erbeutet, so daß der Luchs eine wichtige gesundheitsregulierende Aufgabe einnimmt.

Der Eurasische Luchs war einst in Europa und Asien weit verbreitet, wurde aber gebietsweise – aufgrund von Fellhandel und Lebensraumzerstörung – völlig ausgerottet. Seit Anfang der 70er Jahre bemühen sich Naturschutzbehörden um die Wiederansiedlung des Luchses in seinem ursprünglichen Lebensraum, durch Umsiedlung von Wildluchsen oder durch Auswilderung von Nachzuchttieren aus Zoologischen Gärten.