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Verwandschaft: ,
Lateinischer Name: Felis silvestris silvestris
Verbreitung: Europa
Lebensraum:
Lebensweise: Einzelgänger in festen Territorien
Nahrung: Kleinsäuger (u.a. Nagetiere), Vögel, Fische, Frösche, Kerbtiere
Grösse: 55 bis 80 cm, 25 bis 35 cm
Gewicht: 5 bis 8 kg, Neugeborene 100 g
Paarungszeit: Frühjahr
Trag-Brutzeit: 63 bis 68 Tage
Wurf-Gelege: 1 bis 4
Geschlechtsreife: mit 1 bis 2 Jahren
Lebenserwartung: über 15 Jahre

Die Europäische Wildkatze ist eine von zahlreichen in Europa, Asien und Afrika beheimateten Unterarten der Wildkatze. Eine der nahen Verwandten der Europäischen Wildkatze, die in Nordafrika heimische Falbkatze (Felis silvestris lybica), ist die Stammform der domestizierten Hauskatze.

Die Europäische Wildkatze ist mit ihrem dichten Fell hervorragend an das Leben in den kalten Waldregionen Europas angepaßt. Die menschenscheuen Wildkatzen bewohnen als ausgesprochene Einzelgänger feste Territorien, die mit einem umfangreichen Markierungssystem gegenüber Artgenossen gekennzeichnet werden. Nur zur Paarungs- oder Ranzzeit treffen Männchen und Weibchen zusammen. Die Weibchen sind für die Aufzucht der 1 bis 4 Jungtiere alleine verantwortlich. Im Alter von drei Monaten werden die Jungtiere aus dem Territorium der Mutter vertrieben und müssen sich ihre eigenen Reviere suchen. Während dieser Zeit ist die Jungtiersterblichkeit am höchsten.

In der Wildbahn sind Europäische Wildkatzen selten geworden. Lebensraumzerstörung und Jagd führten zu einem deutlichen Bestandsrückgang. In Deutschland wurde die Wildkatze bis auf Restbestände im Hunsrück, in der Eifel und im Harz völlig ausgerottet. Heute stehen Europäische Wildkatzen unter strengem Naturschutz.

In Zoologischen Gärten hingegen sind Europäische Wildkatzen häufig zu sehen. Zuchterfolge sind hervorragend, so daß regelmäßig Nachzuchttiere in den Ursprungsgebieten der Wildkatze in weiten Teilen Europas angesiedelt werden, um die Wildpopulation zu stärken.