Verwandtschaft: ,
Lateinischer Name: Prionailurus viverrinus
Verbreitung: Süd- und Südostasien
Lebensraum: Gewässernahe Regen- und Mangrovenwälder
Lebensweise: Einzeln, oder in Gruppen
Nahrung: Fische, kleine Vögel
Grösse: 60 cm und 20 cm Schwanzlänge
Gewicht: 7kg
Paarungszeit: Winter
Trag-Brutzeit: 2 Monate
Wurf-Gelege: 2 - 3
Geschlechtsreife: 1,5 Jahre
Lebenserwartung: 10 Jahre

Die Fischkatze ist ein Bewohner gewässernaher Wälder Südostasiens und ist etwa doppelt so groß, wie eine gewöhnliche Hauskatze. Damit gehört sie zu den größeren Vertretern der Kleinkatzen. Die nachtaktive Fischkatze weist im Gegensatz zu anderen Katzenartigen einige Besonderheiten auf: Wie der Name bereits suggeriert, ernährt sich die Fischkatze überwiegend von Fisch. Vom allgemeinen Vorurteil Katzen seien wasserscheu muss im Falle der Fischkatze abgesehen werden. Diese Katze bewegt sich unter Wasser sehr wendig und geschickt, eine Voraussetzung, um ihre Leibspeise zu erbeuten. Die Anpassung an das für Katzen untypische Milieu steht ihr im wahrsten Sinne des Wortes ins Gesicht geschrieben: Der abgeflachte Kopf ist stromlinienförmiger als der anderer Katzen und die Ohren sind klein und rund, damit sie unter Wasser nicht auskühlen. Auch der Schwanz der Fischkatze ist zu diesem Zwecke stark verkürzt, so macht er nur in etwa ein Drittel der Körperlänge aus. Des Weiteren kommen der Fischkatze die stark ausgeprägten Schwimmhäute zwischen den Zehen zu Gute, die im Wasser für einen besseren Vortrieb sorgen.

Durch ihre Ernährungsweise ist die Fischkatze auf sumpfige Gebiete mit jahreszeitlicher Überschwemmung angewiesen. Häufig ist sie auch in den küstennahen Mangrovenwäldern anzutreffen, wo sie im Brackwasser auf Jagd geht. Durch Kultivierung und Nutzbarmachung von Sumpfgebieten beispielsweise zum Reisanbau, wird der Lebensraum der Fischkatze zunehmend zerstört. Sie gilt daher als stark gefährdet.

Auch in deutschen Zoos ist die Fischkatze längst noch nicht häufig vertreten, auch wenn sie mittlerweile in immer mehr Institutionen Einzug hält.