Verwandschaft: ,
Lateinischer Name: Tapirus terrestris
Verbreitung: Südamerika
Lebensraum:
Lebensweise: Einzelgänger
Nahrung: Gräser, Kräuter, Blätter, Wasserpflanzen, Früchte
Grösse: 80 bis 110 cm
Gewicht: 180 bis 250 kg
Paarungszeit: ganzjährig
Trag-Brutzeit: 390 bis 405 Tage
Wurf-Gelege: 1, selten 2 Junge
Geschlechtsreife: mit 3 bis 5 Jahren
Lebenserwartung: über 30 Jahre

Die erdgeschichtlich sehr alten Tapire, die bereits vor 40 Millionen Jahren in Europa, Asien und Amerika lebten, zählen neben den Pferden und den Nashörnern zu der systematischen Ordnung der Unpaarhufer. Als charakteristisches Merkmal weisen Tapire an den Vorderfüßen vier Zehen und an den Hinterfüßen nur drei Zehen auf. Die Zehennägel bilden pferdeartige Hufe. Die dicken Sohlenballen werden durch eine schwielige Hornhaut geschützt. Auch die zu einem Rüssel verlängerte Nase und Oberlippe gilt als typisches Merkmal der Tapire.

Flachlandtapire leben außerhalb der Fortpflanzungszeit einzelgängerisch. Sie leben in festen Einzelrevieren, ohne diese jedoch konsequent zu verteidigen. Nur die Männchen markieren ihre Reviere, indem sie markante Punkte ihres Reviers mit Urin bespritzen. Gegenüber Artgenossen sind Flachlandtapire sehr friedfertig, weshalb man die Tiere in Zoologischen Gärten auch gerne in Gemeinschaftshaltung zeigt.

In jedem Revier eines Flachlandtapirs befindet sich ein offenes Gewässer, in dem die Tiere schwimmend und tauchend nach Wasserpflanzen suchen. Festgetrampelte Pfade, die von den Tieren immer wieder genutzt werden, durchziehen das gesamte Revier. Der Kot wird stets an der gleichen Stelle im Revier abgesetzt. Solche Kothaufen dienen jedoch nicht der Reviermarkierung.

In Zoologischen Gärten werden Flachlandtapire erfolgreich gehalten. Vielfach werden sie auf großen Freianlagen zusammen mit anderen Tierarten aus Südamerika gezeigt. Als Futter bietet man eine Mischkost aus Gemüse, Obst, gekochtem Reis und gequollenem Mais sowie frischem Wiesenheu. Flachlandtapire gelten heute infolge von Bejagung und Waldrodungen als bedroht. Die verbliebenen Wildpopulationen stehen unter strengem Naturschutz.