gelbwangenschmuckschildkröte_PhS_a
Verwandschaft: ,
Lateinischer Name: Trachemys scripta scripta
Verbreitung: USA, Neozoon in Deutschland
Lebensraum: Süßwasserseen und langsame Flussabschnitte
Lebensweise: Einzelgänger
Nahrung: Grünpflanzen, Jungtiere fressen auch Insekten
Grösse: Männchen 15, Weibchen 25 cm Panzerlänge
Gewicht: 1 kg
Paarungszeit: Frühjahr
Trag-Brutzeit: 3 Monate
Wurf-Gelege: Ca. 4 Gelege jährlich, jedes mit 5-10 Eiern
Geschlechtsreife: 5 Jahre
Lebenserwartung: 40 Jahre

Die Gelbwangenschmuckschildkröte stammt aus den USA und eroberte in den letzten Jahren die ganze Welt, da sie als Haustier sehr beliebt ist. Die Gelbwangen-Schmuckschildkröte wurde in Deutschland zum typischen Neozoon, wobei es noch keinen klaren Beweis dafür gibt, dass sie sich hier auch vermehrt. Sicher ist nur, dass die Tiere in großer Zahl in unseren einheimischen Gewässern zu finden sind, insbesondere im Einzugsgebiet der Städte. Sie kommen mit dem Klima hier gut zurecht, wenn die Temperaturen dauerhaft unter 15 Grad bleiben, fallen sie in Winterruhe, und werden erst im Frühjahr wieder aktiv.

Die Gelbwangen-Schmuckschildkröte besitzt einen namensgebenden, gelben Fleck seitlich am Kopf und eine gelbe Maserung auf dem Panzer. Auffällig ist auch ihr leuchtend gelbes Bauchschild, welchem sie auch den Namen Gelbbauch-Schmuckschildkröte verdankt. Die Männchen dieser Schildkrötenart sind deutlich kleiner als die Weibchen und besitzen an den Vorderläufen lange Krallen, mit denen sie sich beim Deckakt stabilisieren. Wenn ein Weibchen erfolgreich befruchtet wurde, kann es anschließend noch mehrere Jahre fruchtbare Eier im sonnenwarmen Ufersand ablegen, wo sie etwa 3 Monate inkubieren.
Ob später männliche oder weibliche Jungtiere schlüpfen, ist dabei ausschließlich von der Temperatur abhängig!

Die Gelbwangen-Schmuckschildkröte ist auch in Deutschland mittlerweile sehr häufig. Viele Menschen verlieren die Lust an ihren Haustieren und setzen sie aus. Gerade in zoologischen Gärten werden die Schildkröten häufig ungesehen ausgesetzt, was ein großes Problem sein kann, da Schildkröten auch Krankheiten übertragen können. Somit ist sie ungewollt eines der häufigsten Zootiere geworden.