gewöhnliches stachelschwein PhS_a
Verwandschaft: ,
Lateinischer Name: Hystrix indica
Verbreitung: westliches und südliches Asien
Lebensraum:
Lebensweise: Einzelgänger oder in kleinen Familienverbänden
Nahrung: Gräser, Kräuter, Rinde, Laub, Wurzeln, Wildfrüchte
Grösse: 50 bis 90 cm
Gewicht: 15 bis 25 kg, Neugeborene 300 bis 400 kg
Paarungszeit: im Frühjahr
Trag-Brutzeit: 93 bis 105 Tage
Wurf-Gelege: 1 bis 4 Jungtiere
Geschlechtsreife: nach 1 Jahr
Lebenserwartung: über 20 Jahre

Mit einer Körperlänge von 55 bis 70 cm zählen die Stachelschweine zu den größten Vertretern der Ordnung der Nagetiere. Das auffällige Stachelkleid verleiht den Stachelschweinen ihr charakteristisches, unverwechselbares Aussehen. Im Fell der Tiere findet man von weichen Wollhaaren über steiferen Haaren, abgeflachten Borsten, langen, elastischen Stacheln bis hin zu 40 cm langen, schwarzweiß geringelten, starren Spießen die verschiedensten Haar- und Stacheltypen. Die zu derart langen Stacheln und Spießen umgewandelten Haare der Stachelschweine gelten als einzigartig im Tierreich. Bei Gefahr durch ein angreifendes Raubtier richtet das Stachelschwein seine Stacheln auf, faucht, stampft mit den Hinterläufen auf den Boden und rasselt mit den Spießen des Schwanzes. Läßt der Feind nicht ab, so attackiert das Stachelschwein, wobei sich einzelne Stacheln lösen, die sich in die Haut des Gegners bohren. Nur gelegentlich fällt ein erwachsenes Stachelschwein den Angriffen eines Löwen oder Leoparden zum Opfer. Junge Stachelschweine werden mit sehr weichen Stacheln geboren, die innerhalb weniger Stunden nach der Geburt verhärten. Die Geburt erfolgt zumeist in einem natürlichen Erdbau. Die völlig behaarten und mit offenen Augen geborenen Jungtiere folgen schon bald der Mutter. Nach zwei Monaten werden die jungen Stachelschweine entwöhnt. Die Geschlechtsreife ist im Alter von 12 Monaten erreicht. In Zoologischen Gärten werden Stachelschweine sehr erfolgreich gehalten. Die Tiere können ganzjährig auf Außenanlagen gezeigt werden. Allerdings müssen alle Pflanzen im Gehege vor dem Nagergebiß der Tiere geschützt werden. Als Futter bietet man u.a. frisches Obst und Gemüse, Haferflocken, Pellets, Kartoffeln und Heu sowie reichlich Äste zum Nagen. Zuchterfolge stellen sich regelmäßig ein. Während einige Stachelschweinarten in Südostasien zunehmend gefährdet sind, gilt das Weißschwanz-Stachelschweins aufgrund seiner weiträumigen Verbreitung in zu großen Teilen dünn besiedelten Gebieten als nicht gefährdet.