Verwandtschaft: ,
Lateinischer Name: Leontopithecus rosalia
Verbreitung: Brasilien
Lebensraum:
Lebensweise: tagaktiv, in kleinen Familiengruppen von 2 bis 8 Tieren
Nahrung: Insekten, Spinnen, Früchte, Baumsäfte, Blüten, Blätter, Nektar, Echsen, Eier, Baumfrösche
Grösse: 25 bis 33 cm
Gewicht: 400 bis 700 g, Neugeborene 50 bis 60 g
Paarungszeit: ganzjährig
Trag-Brutzeit: 126 bis 142 Tage
Wurf-Gelege: 1 bis 2, selten 3 Jungtiere
Geschlechtsreife: mit 2 Jahren
Lebenserwartung: über 14 Jahre

Die goldgelb gefärbten Löwenäffchen sind mit einer Körpergröße von lediglich 30 cm die größten Vertreter der Familie der in Südamerika heimischen Krallenaffen. Ihrer auffälligen, sehr dichten Kopfmähne, die bei Männchen und Weibchen zu finden ist, verdanken die Löwenäffchen ihren Artnamen.

Wie alle Krallenaffen leben Löwenäffchen streng monogam in kleinen Familiengruppen, mit einem Elternpaar und deren Jungtieren verschiedenen Alters. Innerhalb der Familie hat das erwachsene Paar die ranghöchste Stellung. Unter den übrigen Familienmitgliedern herrscht eine eindeutig abgestufte Rangordnung. Ranghohe Tiere imponieren rangniederen, indem sie mit erhobenem Schwanz ihre Genitialregion präsentieren.

Familiengruppen leben in Revieren mit festen Wechseln, die mit Sekreten der Analdrüsen markiert werden. Baumhöhlen dienen als Schlaf- und Ruheplätze. Die Fortpflanzung der Löwenäffchen ist an keine bestimmte Jahreszeit gebunden. Zumeist werden Zwillinge geboren, die vom Vater getragen werden. Nur zum Säugen übernimmt die Mutter kurzzeitig die Jungen.

Aufgrund der anhaltenden Zerstörung der tropischen Regenwälder in Südamerika sind die Löwenäffchen unmittelbar von der Ausrottung bedroht. Ende der achtziger Jahre überlebten weniger als 200 Tiere in einigen isolierten Waldregionen Brasiliens. Einige dieser Regionen wurden als Naturreservate unter internationalen Schutz gestellt. Seit 1984 werden Nachzuchttiere aus Zoologischen Gärten erfolgreich in diesen Reservaten ausgewildert, um die genetische Vielfalt und die Größe der Wildpopulation zu steigern. Erhaltungszuchtbemühungen in Zoologischen Gärten werden seit 1973 durch ein internationales Zuchtbuch koordiniert.