griech landschildkrötePhS_a
Verwandschaft: ,
Lateinischer Name: Testudo hermanni
Verbreitung: Südeuropa, Südosteuropa
Lebensraum:
Lebensweise: gesellig
Nahrung: Gräser, Kräuter, Blätter
Grösse: Körperlänge 20 bis 30 cm
Gewicht:
Paarungszeit: im Frühjahr und Sommer
Trag-Brutzeit: 60-100 Tage (Inkubationszeit)
Wurf-Gelege: 6 bis 15 Eier (zumeist 6 bis 8)
Geschlechtsreife: nach 8 bis 12 Jahren
Lebenserwartung: über 100 Jahre

Landschildkröten sind in 40 verschiedenen Arten vornehmlich in Afrika, aber auch in Amerika, Europa und Asien beheimatet. Alle Arten haben einen hoch gewölbten, vollständig verknöcherten Panzer. Auffällig sind die massigen Klumpfüße mit fest verwachsenen Zehen und kräftigen Krallen. Kopf, Schwanz und Beine können zum Schutz vor Raubfeinden vollständig in den Panzer eingezogen werden.

In Europa werden drei Arten unterschieden: die Griechische Landschildkröte (Testudo hermanni), die Maurische Landschildkröte (Testudo graeca) und die Breitrandschildkröte (Testudo marginata). Die Griechische Landschildkröte bleibt etwas kleiner als die nahe verwandte Maurische Landschildkröte und ist durch ein geteiltes Rückenschild oberhalb der Schwanzwurzel und einen Nagel am Schwanzende gekennzeichnet. Die männlichen Tiere haben einen eingewölbten Bauchpanzer und einen deutlich längeren Schwanz als die Weibchen.

Griechische Landschildkröten leben in den trockenen Gras-, Busch- und Waldgebieten Süd- und Südosteuropas. Hier ernähren sie sich von allerlei pflanzlicher Nahrung, die sie vornehmlich morgens zu sich nehmen, wenn die Pflanzen durch Tau befeuchtet sind. Somit können die Landschildkröten gleichzeitig ihren Wasserbedarf decken. Neben der pflanzlichen Kost werden auch Schnecken, Käfer und Regenwürmer nicht verschmäht.

Je nach dem Klima ihres Herkunftsgebietes halten die Griechischen Landschildkröten einen mehr oder weniger langen Winterschlaf. Hierzu vergraben sich die Tiere ins Erdreich, um in frostfreien Zonen den Winter zu überdauern.

Während der Paarunsgzeit im Frühjahr und Sommer legen die weiblichen Landschildkröten bis zu 15 Eier in einer selbstgegrabenen Erdhöhle in sandigen Boden. Nach 60 bis 100 Tagen schlüpfen die nur 5 DM-Stück großen, 6 bis 10 g schweren Jungtiere, die sich rasch entwickeln.

Infolge starker Verfolgung, primär für den Tierhandel, sind die Bestände der europäischen Landschildkrötenarten in weiten Teilen Südeuropas beträchtlich zurückgegangen, so daß alle in Europa heimischen Landschildkrötenarten heute streng geschützt sind.