Verwandtschaft: ,
Lateinischer Name: Cercopithecus nictitans
Verbreitung: Zentral- und Westafrika
Lebensraum: Regenwälder
Lebensweise: tagaktiv, in geselligen Gruppen
Nahrung: Früchte, Blätter, Kleintiere
Grösse: 43 bis 66 cm
Gewicht: 4 bis 6,5 kg, Neugeborene 300 bis 400 g
Paarungszeit: ganzjährig
Trag-Brutzeit: 165 bis 190 Tage
Wurf-Gelege: 1 Jungtier
Geschlechtsreife: mit 3 bis 4 Jahren
Lebenserwartung: über 30 Jahre

Große Weißnasenmeerkatzen sind einheitlich graugrün gefärbte Meerkatzen mit einer auffälligen weißen Nase. Die Hände und Füße sind nahezu schwarz. Der Schwanz ist körperlang.

Große Weißnasenmeerkatzen leben in verschiedenen Unterarten in einem recht großen Verbreitungsgebiet im tropischen West- und Zentralafrika, von Liberia bis zur Elfenbeinküste und von Nigeria bis Nordangola. Die Tiere leben in kleinen Gruppen von selten mehr als 20 Tieren. Ein erwachsenes Männchen führt die Gruppe.

Weißnasenmeerkatzen bewegen sich zumeist in den höchsten Wipfeln der Bäume, oftmals in Höhen von über 25 m. Hier suchen sie nach reifen Früchten, die ihre Hauptmahlzeit darstellen. Zu Zeiten, wenn weniger Früchte vorhanden sind, nehmen die Weißnasenmeerkatzen auch vermehrt Blattnahrung zu sich. Zudem klettern die Tiere gerne auf den Waldboden, um in der Laubschicht nach Insekten und anderen Kleintieren Ausschau zu halten. Gelegentlich sollen sie sogar Hühner aus menschlichen Siedlungen geraubt haben.

Wie die meisten Meerkatzen findet man auch die Weißnasenmeerkatzen häufig in Gemeinschaft mit anderen Affenarten, vornehmlich mit Kronenmeerkatzen und mit Blaumaulmeerkatzen. Die verschiedenen Arten bevorzugen unterschiedliche Nahrung, so daß keine Futterkonkurrenz besteht.

Geburten sind über das ganze Jahr verteilt, obschon gebietsweise ein Großteil der Jungtiere nach der kleinen Regenzeit im Dezember und Januar geboren wird. Die Jungen kommen nach einer Tragzeit von etwa 8 Monaten zur Welt und werden etwa ein Jahr lang gesäugt. Im Alter von 3 bis 4 Jahren sind die Jungtiere ausgewachsen.

Wie alle Meerkatzenarten sind auch die Weißnasenmeerkatzen durch die anhaltende Abholzung der Wälder in ihrem Bestand bedroht. Nur in Schutzgebieten gibt es noch gesicherte Population. In Zoologischen Gärten werden Weißnasenmeerkatzen äußerst selten gehalten.