Verwandschaft: ,
Lateinischer Name: Dolichotis patagona
Verbreitung: Südamerika
Lebensraum:
Lebensweise: paarweise oder in kleinen Haremsfamilien
Nahrung: Gräser, Kräuter, Samen
Grösse: 70 bis 75 cm
Gewicht: 8 bis 9 kg, Neugeborene 400 bis 500 g
Paarungszeit: ganzjährig
Trag-Brutzeit: 3 Monate
Wurf-Gelege: 1 bis 3 Jungtiere
Geschlechtsreife: mit 1 Jahr
Lebenserwartung: über 15 Jahre

Der Große Mara, mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 70 bis 75 cm und einem Gewicht von 8 bis 9 kg, zählt zu den größten Vertretern der weitreichenden Ordnung der Nagetiere. Es sind tagaktive Tiere, die die weite Grassteppe Südamerikas, die Pampa, bevölkern.

Maras sind hervorragend an eine laufende Bewegungsweise angepaßt. Die Beine sind lang und schmal, wobei die drei Zehen der Hinterfüße wie kleine Hufe geformt sind. An den Vorderfüßen finden sich vier Zehen. Die Vorderbeine sind kürzer als die Hinterbeine. Stehend erinnern die Maras somit an kleine Huftiere. Sitzend hingegen ähneln die Maras den Hasenartigen, wobei insbesondere der Kopf mit den recht langen Ohren sehr hasenartig wirkt. Dieser Eindruck sowie die hoppelnde Gangart verliehen den Maras den Namen „Pampashasen“. Eine Verwandtschaft zu den Hasen besteht freilich nicht.

Maras leben vornehmlich paarweise oder in kleinen Haremsfamilien. Den Tag verbringen sie auf der Suche nach Gräsern, Halmen und Sämereien. Als Unterschlupf graben die Maras tiefe Erdhöhlen. In diesen Höhlen gebären die Weibchen ihre zumeist zwei Jungtiere. Junge Maras können schon kurz nach der Geburt dem Muttertier folgen.

In Zoologischen Gärten werden Große Maras häufig gezeigt. Die Tiere werden zumeist auf großen Freianlagen gehalten, vielerorts zusammen mit anderen Tierarten aus Südamerika. Als Futter bietet man u.a. frisches Gemüse und Heu, sowie Kartoffeln, Pellets, Obst und frische Zweige und Laub. In den Grassteppen Südamerikas sind Große Maras noch recht zahlreich vertreten, obschon die Bestandszahlen rückläufig sind.