Verwandtschaft:
Lateinischer Name: Ovis ammon f. aries
Verbreitung: Westafrika
Lebensraum:
Lebensweise: Herdentier
Nahrung: Gräser, Kräuter
Grösse: 60 bis 70 cm
Gewicht: ca. 30 bis 50 kg
Paarungszeit: ganzjährig
Trag-Brutzeit: 5 Monate
Wurf-Gelege: 2 bis 3 Lämmer
Geschlechtsreife: mit 5 Monaten
Lebenserwartung: ca. 15 Jahre

Das Kamerunschaf ist ein anspruchsloses und widerstandsfähiges Landschaf. Die häufigste Fellfarbe ist ein helles braun, wobei Bauch, Kopf und Beine schwarz gefärbt sind. Das Haarkleid ist dicht und eng anliegend. Kamerunschafe haben von Natur aus kurze Schwänze. Die Hufe sind klein und hart. Weibliche Kamerunschafe sind hornlos. Die deutlich größeren erwachsenen Böcke zeichnen sich durch sichelförmige Hörner und durch eine Mähne an Hals, Nacken und Brust aus.

Das Kamerunschaf ist eine aus Westafrika (Kamerun, Elfenbeinküste) stammende Haarschafrasse. Haarschafe tragen keine Wolle, sondern ein Haarkleid. Dieses wird im Winter durch eine dichte Unterwolle, welche im Frühjahr wieder abgestoßen wird, ergänzt. Die Schafe müssen also nicht geschoren werden. Die meisten Kamerunschafzüchter halten ihre Schafe als Fleischlieferanten. Das Ziel ist die gute Ausbildung wertvoller Fleischpartien an Rücken und Keule.

Bereits mit einem frühen Alter von einem halben Jahr werden Kamerunschafe geschlechtsreif. Die Brunst ist ganzjährig. Zwei Würfe in einem Jahr sind durchaus möglich. Für die Aufzucht der Lämmer ist das Muttertier alleine verantwortlich.

In Zoologischen Gärten werden Kamerunschafe häufiger gehalten. Die Tiere werden schnell zahm und demzufolge gerne in so genannten Streichelzoos gehalten, oftmals zusammen mit anderen Haustierrassen. Hier kann dem Besucher ein direkter Kontakt zu den Tieren ermöglicht werden. Als Futter bietet man neben Wiesenheu u.a. frisches Gemüse.