Kirkdikdik_PhS_a
Verwandschaft: ,
Lateinischer Name: Madoqua kirki
Verbreitung: Ost- und Südwestafrika
Lebensraum:
Lebensweise: Paarweise in festen Territorien
Nahrung: Blätter, Knospen, Gras, Kräuter
Grösse: 35 bis 45 cm
Gewicht: 3 bis 6,5 kg, Neugeborene 0,5 bis 1 kg
Paarungszeit: im Sommer
Trag-Brutzeit: 5 bis 6 Monate
Wurf-Gelege: 1 Jungtier
Geschlechtsreife: mit 1 Jahr
Lebenserwartung: bis 10 Jahre

Mit einem Gewicht von selten mehr als 6 kg zählen Dikdiks oder Windspielantilopen zu den kleinsten Antilopen Afrikas. Fünf Arten werden unterschieden, von denen der Kirkdikdik der bekannteste Vertreter ist. Der Kirkdikdik hat ein graubraunes Fellkleid mit auffälligen weißen Augenringen. Charakteristisch ist die zu einem kleinen Rüssel verlängerte Nase. Wie alle Windspielantilopen haben auch Kirkdikdiks einen markanten Haarschopf, der bei Erregung aufgestellt werden kann. Nur die Männchen haben kleine, bis zu 12 cm lange Hörner. Kirkdikdiks leben in trockenen Buschsavannen mit guten Versteckmöglichkeiten. Interessanterweise ist das Verbreitungsgebiet dieser Art geteilt. Während alle anderen Dikdikarten ausschließlich in Ostafrika beheimatet sind, kommt der Kirkdikdik außer in Kenia und Tansania auch in einer völlig separaten Population in Südwestafrika, dem heutigen Namibia, vor.

Eine Verbindung zwischen den Populationen in Ost- und in Südwestafrika gibt es nicht. Dikdiks leben in einer dauerhaften Einehe in festen Territorien. Je nach Nahrungsangebot kann ein solches Revier ein Größe von 5 bis 30 ha ausmachen. Die Reviere werden mit markanten Kothaufen und mit dem Sekret der Voraugendrüsen markiert. Das Männchen verteidigt das Revier gegenüber Nebenbuhlern. Nach einer Tragzeit von ca. 6 Monaten bringt das Weibchen ein Jungtier zur Welt. Ungewöhnlicherweise wird das Jungtier mit dem Kopf voran, aber mit nach hinten geklappten Vorderläufen geboren. Bei den meisten Huftieren treten sowohl der Kopf als auch die Voderläufe als erstes heraus. In den ersten 2 bis 3 Wochen nach der Geburt verbleibt das Jungtier in einem geschützten Versteck. Nur zum Saugen sucht die Mutter ihr Jungtier auf. Anschließend folgt das Junge seiner Mutter, bis es im Alter von 3 bis 4 Monaten entwöhnt wird. Bereits zum Ende des ersten Lebensjahres sind die Jungtiere ausgewachsen und verlassen das elterliche Revier. In Zoologischen Gärten werden Dikdiks recht selten gehalten.

In der Natur sind die Tiere aufgrund illegaler Bejagung gebietsweise bedroht, da das Fell der Tiere, als sogenanntes Gazellenleder vermarktet, für die Herstellung von Handschuhen Verwendung findet.