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Verwandschaft: ,
Lateinischer Name: Ailurus fulgens
Verbreitung: Zentralasien
Lebensraum:
Lebensweise: paar- oder familienweise
Nahrung: Bambus, Beeren, Wurzeln, Eicheln, Jungvögel, Vogeleier
Grösse: 55 bis 63 cm, plus 50 cm Schwanz
Gewicht: 3,5 bis 6 kg, Jungtiere 100 bis 150 g
Paarungszeit: im Frühjahr
Trag-Brutzeit: 112 bis 158 Tage
Wurf-Gelege: 1 bis 4 Jungtiere
Geschlechtsreife: nach 2 Jahren
Lebenserwartung: bis 15 Jahre

Der Kleine Panda oder Katzenbär zählt zu den farbenprächtigsten Säugetieren. Das Fell ist lang und buschig, auf der Körperoberseite kräftig kupferrot gefärbt und auf der Unterseite nahezu schwarz. Das Gesicht mit den schwarzen Knopfaugen und dem schwarzen Nasenspiegel weist eine weiße Maske auf. Der körperlange buschige Schwanz ist auffällig orangegelb geringelt.

Kleine Pandas bewohnen die Bergwälder und Bambusdickichte im Himaljagebiet in Zentralasien, wo sie bis in Höhen von 4000 m anzutreffen sind. Sie leben ortstreu in festen Revieren, zumeist als Einzelgänger, seltener paarweise oder im Familienverband. In ihren Revieren, die sie sowohl auf dem Boden als auch in den Bäumen durchstreifen, benutzen sie feste Wechsel, die sie mit einem nach Moschus riechenden Sekret aus ihren Analdrüsen markieren. Als Anpassung an die Fortbewegung auf schmalen Ästen sind die Vorderfüße nach innen gerichtet und mit scharfen Krallen versehen. Zudem sind die Fußsohlen stark behaart und verhindern somit ein Abrutschen im glatten Geäst.

Die Nahrung der Katzenbären, die zumeist auf dem Boden gesucht wird, besteht vornehmlich aus Bambusschößlingen. Daneben werden Gräser, Früchte, Beeren und Wurzeln, sowie in geringerem Maße Kleinnager, Jungvögel, Vogeleier und Insekten gefressen. Die Nahrungssuche erfolgt in den Dämmerungs- und Nachtstunden, aber auch tagsüber zeigen sich die Kleinen Pandas rege. Lediglich während der warmen Mittagsstunden schlafen die Pandas an schattigen Plätzen.

Die Paarungszeit der Katzenbären fällt in die ersten Monate des Jahres. Nach einer Tragzeit von 4 bis 5 Monaten bringt das Weibchen 1 bis 4 schwach graubraun behaarte und blinde Jungtiere in einer Erdhöhle zur Welt. Nach etwa 20 Tagen öffnen sich die Augen der Jungen. Erstmalig im Alter von drei Monaten verlassen die Jungtiere die Wurfbox. Mit einem Jahr sind die jungen Pandas selbständig.

In der Natur ist der Bestand der Katzenbären gebietsweise gefährdet. Ähnlich wie sein nächster Verwandter, der Große Panda oder Bambusbär, unterliegt auch der Kleine Panda strengsten Artenschutzbemühungen.