Verwandtschaft: ,
Lateinischer Name: Netta rufina
Verbreitung: Europa, Asien
Lebensraum:
Lebensweise: paarweise in geselligen Trupps
Nahrung: Algen, Grünteile und Samen von Wasserpflanzen
Grösse: 56 cm
Gewicht:
Paarungszeit: im Frühjahr
Trag-Brutzeit: 26 bis 28 Tage
Wurf-Gelege: 8 bis 12 Eier
Geschlechtsreife: mit 1 Jahr
Lebenserwartung: bis 20 Jahre

Die Kolbenente stellt eine Übergangsform zwischen den eigentlichen Schwimmenten und den gedrungener wirkenden Tauchenten dar. Wie die Tauchenten ist die Kolbenente darauf spezialisiert, ihre Nahrung beim Tauchen zu erbeuten. Allerdings vermag sie auch – ähnlich wie die Schwimmenten – von der Wasseroberfläche aus, nur den Kopf und den Hals unter Wasser steckend, nach Nahrung zu gründeln. Die bevorzugte Nahrung stellen Algen dar. Es werden jedoch auch Wasserpflanzen und Kleinlebewesen verspeist.

Die Geschlechtspartner zeichnen sich durch eine unterschiedlich Gefiederfärbung aus. Männliche Kolbenenten tragen in der Brutzeit eine leuchtende, fuchsrote Federhaube, die in starkem Kontrast zu der schwarzen Hals- und Brustpartie steht. Die Flanken sind weiß, der Rücken graubraun. Im Ruhekleid außerhalb der Brutsaison ist das Männchen lediglich durch den dickeren Kopf, den rotbraunen Schnabel und durch die rote Iris von dem graubraunen Weibchen zu unterscheiden.

Kolbenenten sind Zugvögel, die die kalten Wintermonate im Mittelmeerraum und im südlichen Asien verbringen. Fest verpaart kehren die Kolbenenten im Frühjahr in ihre Brutgebiete in Zentralasien zurück. In Ufernähe wird ein relativ hohes, aus umliegenden Pflanzenteilen geformtes Nest erbaut. Nur das Weibchen bebrütet das Gelege, welches vom Männchen bewacht wird. Nach dem Schlupf wandert das Männchen zu den Mauserplätzen ab. Die Jungvögel werden lediglich vom Weibchen betreut.

In Zoologischen Gärten werden Kolbenenten seit Jahrzehnten erfolgreich gehalten. Zuchterfolge sind keine Seltenheit. Kolbenenten gelten als ausgesprochen standorttreu und können somit gut im Freiflug gehalten werden. Sie sind anspruchslos, robust und relativ kälteunempfindlich. In der Wildbahn sind Kolbenenten noch recht weit verbreitet und gelten derzeit nicht als bedroht, auch wenn regionale Populationen aufgrund der Zerstörung von Feuchtgebieten rückläufig sind.