Verwandtschaft: ,
Lateinischer Name: Pantherophis guttatus
Verbreitung: Südosten Nordamerikas
Lebensraum: Nadelwälder, Eichenhaine, Sumpfgebiete
Lebensweise: einzeln
Nahrung: kleine Säugetiere, Reptilien, Amphibien, Eier
Grösse: 1,2 bis 1,5 m
Gewicht: bis zu 800g
Paarungszeit: Frühjahr
Trag-Brutzeit: 50 bis 70 Tage
Wurf-Gelege: 9 bis 30 Eier
Geschlechtsreife: mit 2-3 Jahren
Lebenserwartung: 16 bis 20 Jahre

Kornnattern sind im Aussehen je nach Verbreitungsgebiet und auch innerhalb einer Population sehr variabel. Die Zeichnung ist durch die auffälligen Sattelflecken gekennzeichnet, wobei diese, genau wie die Flecken der Seitenzeichnung, meist schwarz umrandet sind und eine orange-rote Färbung aufweisen. Die Hintergrundfarbe der 1,2 bis 1,5 m langen Tiere reicht von einem Silber-Grau bis hin zu orangen Farbtönen. Die Bauchunterseite bedecken weiße Schuppen mit dem für Kornnattern typischen Schachbrettmuster.

Die Kornnatter bewohnt neben Nadelwäldern auch Eichenhaine und Abholzungen sowie Sumpfgebiete und hält sich durchaus auch an Flüssen und Seen auf. Sie ist dämmerungs- und nachtaktiv und sucht unter Bäumen, in umgestürzten hohlen Stämmen sowie Erdhöhlen nach Nahrung. Vor allem kleinen Nagetieren und einigen Reptilien- und Amphibienarten stellt sie nach, verschmäht aber auch Eier nicht.

Nach der Paarung im Frühjahr werden bis zu 30 zu einem Gelege verklebte Eier in der Zeit von Mai bis Juli abgesetzt. Beim Schlupf erkennt man einen Einschnitt an der Längsseite des Eies, der von der Jungschlange herrührt. Diese besitzt einen Ei-Zahn mit deren Hilfe sie die Schale aufschneidet. Die Jungschlange kriecht jedoch nicht sofort aus dem Ei, sondern verweilt meist noch mehre Stunden und steckt nur den Kopf heraus. In dieser Zeit resorbiert sie die Reste des Eidotters und der Nabel beginnt sich zu schließen. Von dieser Reserve leben sie bis zu ihrer ersten Häutung. Die Größe frischgeschlüpfter Kornnattern variiert zwischen 25-35 cm. Die erste Häutung erfolgt nach 1 Woche. Erst dann nehmen sie die erste Nahrung auf.

Wird die Kornnatter bedroht, bildet sie aus dem vorderen Körperteil ein S, schwenkt den Schwanz schnell hin und her und beißt ohne Zögern zu. Da sie jedoch keine Gift- sondern eine Würgeschlange ist, ist ein Biss harmlos.

Kornnattern werden gerne in Zoologischen Gärten gehalten und häufig nachgezogen. Ihre große Bekanntheit erlangte die Kornnatter in der Terrarienhaltung vor allem durch ihre Vielzahl an bekannten Farb- und Zeichnungsvarianten. In ihrer Heimat ist die Kletterschlange nicht in ihrem Bestand bedroht.