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Verwandschaft: ,
Lateinischer Name: Dracaena guianensis
Verbreitung: Nordöstliches Südamerika
Lebensraum: Bewaldete Sumpfgebiete
Lebensweise: Einzelgänger
Nahrung: Schnecken und Muscheln
Grösse: 1 m Gesamtlänge
Gewicht: ca. 2 kg
Paarungszeit: ganzjährig
Trag-Brutzeit: 5-6 Monate
Wurf-Gelege: 6 Eier
Geschlechtsreife: -
Lebenserwartung: über 15 Jahre

Der Krokodilteju ist eine große Echse, die im Amazonasbecken in Südamerika beheimatet ist. Als typischer Sumpfbewohner hält sich er sich tagsüber vor allem am Boden auf, nur nachts sucht er niedrig gelegene Schlafplätze in der ufernahen Vegetation auf. Durch die braun bis grün gefärbten Schuppen ist der Krokodilteju gut getarnt, lediglich sein Kopf weist zeitweise eine intensive, rötliche Färbung auf, welche auch dem Imponieren von Artgenossen dient.
Der Krokodilteju ist ein Futterspezialist. Die große Echse ernährt sich fast ausschließlich von Schnecken, weshalb sie auf Nahrungssuche viel Zeit im Wasser verbringt. Die Anpassungen an diesen aquatischen Lebensraum sieht man dem Krokodilteju durchaus an. Sein langer Schwanz ist seitlich abgeflacht und besitzt auf der Oberseite zwei Reihen plattenartiger Schuppen, die ihm das Aussehen eines Krodilschwanzes verleihen. Diese Ähnlichkeit kommt nicht von Ungefähr: Der Schwanz sorgt, wird er seitlich bewegt, für einen starken Vortrieb im Wasser. Darüber hinaus besitzt der Krokodilteju ein durchsichtiges sogenanntes drittes Augenlid, welches er unter Wasser zuklappen kann. Ähnlich einer Taucherbrille beim Menschen ist es der Echse auf diese Weise möglich, auch unter Wasser zu fokussieren. Die auffallenden Anpassungen an die Jagd unter Wasser verhalfen dem Krokodilteju schließlich zu seinem Namen.  Als Schneckenfresser ist er außerdem auf einen kräftigen Kiefer angewiesen, um sich diese Nahrungsquelle zu erschließen. Auch das Gehäuse größerer Landschnecken, wie unserer heimischen Weinbergschnecke, gibt seinem kräftigen Biss nach. Etwa 20 bis 30 Schnecken knackt der Krokodilteju so jeden Tag. Während der Fortpflanzungszeit legt das Weibchen des Krokodiltejus ca. 6 Eier in der sandigen Uferböschung ab. Gerne nutzen sie auch die Bauten von Baumlebenden Termiten zu diesem Zweck, wobei die von den Insekten produzierte Wäre für die Inkubation der Eier sorgt.
Auf Grund ihrer speziellen Nahrungsanforderungen werden Krokodiltejus nur selten gehalten. Bis zum Jahre 1970 wurden sie wegen ihres Leders in Südamerika stark bejagt, dann erfolgte ihr Schutz durch die Regierung. Bisher wurde dem Krokodilteju noch kein internationaler Schutzstatus zugesprochen, auf Grund fehlender Information.