Verwandtschaft: ,
Lateinischer Name: Anas clypeata
Verbreitung: Holoarktis
Lebensraum: Binnengewässer
Lebensweise: Paarweise
Nahrung: Plankton, Insektenlarven, Fischlaich
Grösse: 45 cm
Gewicht: 600 - 800 gr
Paarungszeit: Frühjahr
Trag-Brutzeit: 26 Tage
Wurf-Gelege: 8-12 Eier
Geschlechtsreife: 1 Jahr
Lebenserwartung: bis zu 20 Jahre

Die Löffelente kann leicht mit der etwas größeren Stockente verwechselt werden, doch sie besitzt einen dunklen Schnabel, welcher zur Schnabelspitze hin breit abgeflacht ist. Die ungewöhnliche, namensgebende Schnabelform stellt eine Anpassung an ihre Ernährungsgewohnheiten dar.
Die Vögel sind in den kalten Regionen der Nordhalbkugel beheimatet. In Europa treten sie als Zugvogel auf: Sie verbringen die Sommermonate in Russland und Europa und ziehen erst in den kälteren Monaten gen Süden, um am Mittelmeer zu überwintern.
Auf der Suche nach Insektenlarven wirbelt die Löffelente die Gewässersedimente auf und kann durch Seitwärtsbewegungen des leicht geöffneten Schnabels die darin enthaltenen Kleinstlebewesen aufnehmen. Dabei verhilft die vergrößerte Oberfäche des Schnabels zu einer vermehrten Nahrungsaufnahme.
Löffelenten bilden zur Brutzeit Paare, wobei der Nestbau und die Brut jedoch alleinige Aufgabe der Weibchen sind. Die Erpel halten sich dennoch in Nestnähe auf, um nach Feinden Ausschau zu halten. Sobald die Küken geschlüpft sind, werden sie von dem Muttertier zum Wasser geführt, wo sie unter ihren wachsamen Augen die Tage in der Vegetationszone verbringen und schon vom ersten Tag an selbstständig auf Nahrungssuche gehen. Trotz aller Vorsicht des Weibchens sind die ersten 6 Lebenswochen für die Küken die gefährlichsten, da sie erst anschließend flugfähig werden.
Als einheimischer Vogel ist die Löffelente auch in den deutschlen Zoos zahlreich vertreten. Auch in freier Wildbahn gilt ihr Bestand derzeit als gesichert, doch sie wird zu denjenigen Arten gehören, die von den Folgen der Klimaerwärmung in Form von Bruthabitatsverlust betroffen sind.