Verwandtschaft: ,
Lateinischer Name: Eulemur macaco
Verbreitung: Sambirano, Madagaskar
Lebensraum: Feuchte Primär- und Sekundärwälder
Lebensweise: Gruppen bis 15 Tiere
Nahrung: Früchte, Knospen, Blüten, Blätter, Insekten
Grösse: 50 cm Körperlänge, plus 60 cm Schwanz
Gewicht: Ca. 2 kg
Paarungszeit: Frühjahr
Trag-Brutzeit: 4 Monate
Wurf-Gelege: 1
Geschlechtsreife: 2 Jahre
Lebenserwartung: 15 Jahre

Der Mohrenmaki ist ein Bewohner Madagaskars, wo sich sein Verbreitungsgebiet auf eine kleine Region im Nordwesten der Insel beschränkt. Er gehört zur Familie der Lemuren, welche sich aus frühen Primaten auf Madagaskar entwickelten, nachdem die große Insel sich vor vielen Millionen Jahren vom Festland Afrikas abgespaltet hatte.
Der Mohrenmaki ist gleichsam tag- und nachtaktiv und folgt keinem festen Aktivitätsrhythmus. In kleinen, gemischten Gruppen streifen die Mohrenmakis auf der Suche nach reifen Früchten umher, welche den Hauptteil ihrer Nahrung ausmachen. Angeführt werden diese Gruppen stets von einem dominanten Weibchen. Die Weibchen unterscheiden sich bei den Mohrenmakis durch ihre Fellfarbe deutlich von den Männchen. Während diese das nachtschwarze, namesgebende Fellkleid tragen, halten sich die Weibchen in einem bedeckten Braunton. Nur ihr Schwanz und die Haarbüschel an den Ohren sind weiß gefärbt. Beide Geschlechter besitzen bernsteinfarbene Augen und auffällig buschige Schwänze.
Wilde Mohrenmakis zeigen ein außergewöhnliches Verhalten, welches ihre Popularität in den letzten Jahren stark förderte:
Sie besitzen eine Vorliebe für giftige Hundertfüßer. Diese sondern, sobald sie sich in Gefahr wähnen, ein giftiges Sekret ab, welches eine abwehrende Wirkung auf andere Insekten  hat.  Mohrenmakis bedienen sich dieses Sekretes und verreiben es gründlich in ihrem Fell, was vermutlich der Abwehr von Stechmücken dient. Um die Hundertfüßer zur Sekretabsonderung zu motivieren, beißen sie wiederholt sacht auf ihr Opfer, wobei sie beachtliche Mengen der giftigen Substanz über die Schleimhäute aufnehmen. Berauscht und mit leichten Koordinationsstörungen sitzen sie anschließend nahezu bewegungsunfähig in den Bäumen.