Verwandschaft: ,
Lateinischer Name: Vombatus ursinus
Verbreitung: Südostaustralien, Tasmanien
Lebensraum:
Lebensweise: Einzelgänger, gelegentlich in lockeren Kolonien
Nahrung: Gräser, Kräuter, Wurzeln, Knollen, Pilze
Grösse: 70 bis 115 cm, 25 bis 35 cm
Gewicht: 20 bis 40 kg, Neugeborene 2 g
Paarungszeit: im Sommer
Trag-Brutzeit: 21 bis 22 Tage
Wurf-Gelege: 1 Jungtier
Geschlechtsreife: im Alter von 2 Jahren
Lebenserwartung: bis 25 Jahre

Wombats oder Plumpbeutler sind gedrungen gebaute Beuteltiere mit kurzen kräftigen Beinen, einem großen, breiten Kopf und einem kleinen Stummelschwanz. Die Vorder- und Hinterfüße tragen jeweils fünf kurze Zehen, die stark bekrallt sind. Das Gebiß enthält 24 Zähne. Am stärksten entwickelt sind die jeweils zwei großen Schneidezähne in Ober- und Unterkiefer. Weibliche Wombats haben einen großen, nach hinten geöffneten Beutel.

Wombats sind größtenteils dämmerungs- und nachtaktive Tiere. Den Tag verschlafen sie in selbstgegrabenen, weitverzweigten, unterirdischen Gängen. Nachts gehen sie auf Nahrungssuche nach Gräsern, Kräutern, Pilzen und Wurzeln.

Wombats sind gemeinhin Einzelgänger. Nur zur Paarungszeit finden Männchen und Weibchen zusammen. Im April oder Mai wird dann ein nur wenig entwickeltes, völlig nacktes und blindes Jungtier von 2 cm Länge und einem Gewicht von lediglich 2 g geboren. Das Jungtier krabbelt selbständig in den Beutel der Mutter, um sich an einer der beiden Zitzen festzusaugen. Nach 6 Monaten verläßt das Jungtier erstmalig den Beutel. Im Alter von einem Jahr ist das Jungtier selbständig.

Wombats werden nur selten in Zoologischen Gärten gehalten. Die Erstzucht gelang im Jahre 1975 im Zoo Duisburg. Als Futter bietet man eine Mischkost aus Brot, Getreide, Gemüse und ein wenig Obst sowie frisches Heu und Zweige zum Nagen. In Australien sind Nacktnasenwombats noch recht zahlreich vertreten, jedoch sind die Tiere bei Farmern aufgrund ihrer Grabtätigkeiten nicht sonderlich beliebt.