Verwandtschaft: ,
Lateinischer Name: Pygocentrus nattereri
Verbreitung: tropisches Südamerika
Lebensraum:
Lebensweise: räuberisch, Schwarmjäger
Nahrung: Fische, Insekten, andere Tiere, die ins Wasser fallen
Grösse: bis 30 cm
Gewicht:
Paarungszeit:
Trag-Brutzeit:
Wurf-Gelege: 300 bis 400 Eier
Geschlechtsreife:
Lebenserwartung: über 20 Jahre

Rote Piranhas, auch Natterers Sägesalmler genannt, gehören zu den gefürchtetsten Raubfischen Südamerikas.  Die Kiefer der nur etwa 30 cm großen Fische sind mit je einer Reihe dicht stehender, messerscharfer Zähne besetzt. Zumeist als Schwarmfische auftretend, können Piranhas ihre Beute in minutenschnelle fressen. Piranhas erbeuten vornehmlich kranke, schwache oder verletzte Fische und sorgen somit als „Gesundheitspolizei“ für einen natürlichen Ausleseprozeß. Auch andere Tiere, die verletzt ins Wasser fallen, werden von den Piranhas gefressen, wobei der Freßreiz durch frisches Blut ausgelöst wird.

Es werden 18 Piranha-Arten unterschieden, von denen lediglich vier dem Menschen gefährlich werden können. Diese sind, wie der Natterers Sägesalmler, an ihrem wulstigen, stark vorspringenden Kinn zu erkennen.

Der Natterers Sägesalmler ist ein relativ hochrückiger Piranha mit blaugrauer Körperfarbe, die an der Körperunterseite in ein leuchtendes orangerot übergeht. Die gesamte Haut ist mit metallisch-silbernen, glitzernden Flittern übersehen. Die Männchen sind etwas kleiner als die Weibchen.

Zur Laichzeit legt das Weibchen bis 400, etwa 2 mm große Eier an Wasserpflanzen ab. Das Männchen bewacht die Eier, aus denen nach 36 Stunden die Jungfische schlüpfen. Junge Piranhas haben einen lang gestreckten Körper, der mit zunehmenden Alter hochrückiger und massiger wird.

Piranhas müssen in ausreichend großen Aquarien mit dichter Bepflanzung gehalten werden, in denen die Fische Unterschlupf suchen können. Vorsicht ist beim Transport und bei der Eingewöhnung der Piranhas geboten, da die angriffslustigen Fische jeden angeschlagenen Artgenossen überfallen und zerbeißen. Auch aus diesem Grunde ist eine dichte Bepflanzung mit Versteckmöglichkeiten wichtig. Als Futter kann jede Art von Lebendfutter verabreicht werden, daneben auch Fisch sowie Fleisch.