nebelparde_PhS_a
Verwandschaft: ,
Lateinischer Name: Panthera nebulosa
Verbreitung: Asien
Lebensraum:
Lebensweise: Einzelgänger
Nahrung: Kleinsäuger, kleinere Huftiere, Affen, Vögel
Grösse: 45 bis 65 cm
Gewicht: 15 bis 25 kg, Neugeborene 150 bis 250 g
Paarungszeit: ganzjährig
Trag-Brutzeit: 86 bis 95 Tage
Wurf-Gelege: 1 bis 4 Jungtiere
Geschlechtsreife: mit 2½ bis 3 Jahren
Lebenserwartung: bis 20 Jahre

Der Nebelparder bildet eine Zwischenstufe zwischen den kleineren Katzenarten und den eigentlichen Großkatzen. Das verknöcherte Zungenbein und die Tatsache, daß Nebelparder schnurren deuten auf eine Verwandtschaft mit den Kleinkatzen. Das Prusten, die lauten Rufe, die Ruhehaltung und das Putzverhalten entsprechen jedoch den Merkmalen der Großkatzen.

Nebelparder sind prächtig gefärbte Katzen mit einem unregelmäßigen Fellmuster aus Punkten und Rhomben in graugelben, braunen, weißen und schwarzen Farbtönen. Der Schädel ist schmal mit einer verhältnismäßig breiten Schnauzenpartie. Auffälligstes Merkmal sind die im Verhältnis zu allen anderen Katzenarten überlangen Eckzähne im Oberkiefer.

Nebelparder sind baumbewohnende Waldtiere, die sich auf dem Boden infolge ihrer relativ kurzen Beine etwas ungeschickt fortbewegen. Um so gewandter klettern die Nebelparder im Geäst der Bäume, wo sie sogar mit dem Kopf voran Baumstämme hinunterlaufen können. In den Bäumen erbeuten die Nebelparder auch einen Teil ihrer Nahrung, wie z.B. Affen oder Vögel. Die Hauptbeutetiere jedoch sind Hirsche und Wildschweine, denen der Nebelparder sowohl auf Ästen liegend als auch auf dem Boden kauernd auflauert. Mit einem Nackenbiß wird die Beute getötet.

Auch die Geburt erfolgt zumeist in Bäumen, wenn geeignete Baumhöhlen vorhanden sind. Geburten in geschützten Stellen auf dem Boden des Waldes sind jedoch auch beobachtet worden. Nach 10 bis 12 Tagen öffnen die blind geborenen Jungtiere erstmalig die Augen. Die erste feste Nahrung wird nach etwa 2 Monaten genommen. Im Alter von 2 bis 3 Jahren sind Nebelparder ausgewachsen.

In Zoologischen Gärten werden Nebelparder nicht häufig gehalten. Die Erstzucht gelang im Zoo Dallas. In der Natur ist der Nebelparder gebietsweise bedroht. Die illegale Pelzjagd und die anhaltende Abholzung der immergrünen Wälder führten zu einem deutlichen Bestandsrückgang in einigen Regionen.