Verwandtschaft: ,
Lateinischer Name: Pongo pygmaeus pygmaeus
Verbreitung: Borneo, Sumatra
Lebensraum: Regenwälder
Lebensweise: tagaktiv, Einzelgänger oder in lockeren Familiengruppen
Nahrung: Blätter, Früchte
Grösse: Männchen bis 100cm,Weibchen bis 80 cm
Gewicht: Männchen 75 bis 100 kg,Weibchen 40 bis 50 kg,Neugeborene 1,5 bis 2,3 kg
Paarungszeit: ganzjährig
Trag-Brutzeit: 260 bis 275 Tage
Wurf-Gelege: 1 Jungtier
Geschlechtsreife: mit 7 bis 10 Jahren
Lebenserwartung: über 50 Jahre

Der Orang-Utan ist ganz an ein Leben in Bäumen angepaßt. Die Arme sind ausgesprochen lang mit kräftigen, zu langen Klammerhaken ausgebildeten Händen, die ein müheloses Hangeln im Geäst der Baumkronen ermöglichen. Die Beine hingegen sind verhältnismäßig kurz und weisen darauf hin, daß der Orang-Utan selten auf den Boden herabklettert. Der Körper ist teilweise recht spärlich mit einem rotbraunen Haarkleid bedeckt, das an den Schultern und den Armen bis 50 cm lang werden kann. Erwachsene Männchen, die wesentlich größer und schwerer werden als die weiblichen Tiere, haben mächtige, aus festem Bindegewebe bestehende Backenwülste.

Die Verbreitung des Orang-Utans, dessen Name aus dem Malaiischen stammt und Waldmensch bedeutet, beschränkt sich auf die verblieben Waldregionen auf Borneo und Sumatra. Hier leben die Tiere zumeist als Einzelgänger oder in kleinen Familienverbänden hoch oben in den Baumkronen der Tropenwälder. Bedächtig fortbewegend, suchen die Orangs tagsüber nach Nahrung, die vornehmlich aus verschiedenen Blättern und Früchten besteht. Allabendlich bauen sich die Orangs ein Schlafnest in den Bäumen, in dem sie Äste zu einer Plattform zusammenbiegen und diese mit Blättern und dünnen Zweigen auslegen.

Zur Paarungszeit der Orang-Utans hört man häufig ein lautes Brüllen der Tiere. Ein dehnbarer Kehlsack dient den Orangs hierbei als Resonanzkörper. Nach erfolgreicher Paarung, die im hohen Geäst stattfindet, wird das Jungtier nach einer Tragzeit von etwa 9 Monaten geboren. Das Jungtier wird 3 bis 4 Jahre lang von der Mutter betreut und erlangt im Alter von 7 bis 10 Jahren seine Geschlechtsreife.

Der Bestand der Orang-Utans in der Natur ist aufgrund der anhaltenden Lebensraumzerstörung höchst gefährdet. Immer größere Flächen des Urwaldes werden abgeholzt, so daß der verbliebene Lebensraum der Tiere mehr und mehr eingeschränkt wird.