ostafr zwergmanguste_PhS_a
Verwandschaft:
Lateinischer Name: Helogale parvula undulata
Verbreitung: Östliches Afrika
Lebensraum: Buschsavanne
Lebensweise: In kleinen Gruppen
Nahrung: Insekten, Vogeleier, kleine Wirbeltiere
Grösse: 24cm
Gewicht: 300 g
Paarungszeit: ganzjährig
Trag-Brutzeit: 7 Wochen
Wurf-Gelege: 2 - 3
Geschlechtsreife: 3 Jahre
Lebenserwartung: 10 Jahre

Die Zwergmanguste zählt mit zu den kleinesten Mangustenarten und ist in Ostafrika beheimatet. Die kleinen Tiere sind unscheinbar grau bis braun gefärbt, mit Ausnahme seltener schwarzer Farbvarianten, und ernähren sich ausschließlich von tierischer Kost. Der lange, nach oben gewölbte Rücken verleiht ihnen die nötige Wendigkeit, um Insekten aus dem Boden zu scharren und Vogeleier aus Nestern zu erbeuten. Meist sucht jeder für sich im Umkreis der einzelnen Bauten nach Nahrung, wobei immer eines der Tiere einen Wachposten übernimmt, um so für die Sicherheit seiner Gruppenmitglieder zu sorgen.

Die tagaktive Zwergmanguste lebt demnach kleinen Gruppen, die meist aus einem dominanten Pärchen und deren Nachkommen bestehen. Bei den Zwergmangusten ist die Fortpflanzung allein der „Königin“ vorbehalten. Die jüngeren, subordinaten (also nicht dominanten) Weibchen werden in ihrer Fortpflanzung unterdrückt, indem sie durch die Königin Stress erfahren oder ihre Jungtiere von dieser getötet werden. Da sämtliche Gruppenmitglieder sich an der Aufzucht der Jungtiere beteiligen, indem sie sie beschützen, säugen und Futter herbeischaffen, haben die königlichen Nachkommen optimale Überlebensvoraussetzungen. Um sich fortpflanzen zu können, müssen die unterdrückten Weibchen die Gruppe verlassen und mit einem blutsfremden Männchen eine neue Gruppe gründen. Auf Grund dieser Sozialstruktur pflanzen sich weibliche Zwergmangusten oft nicht vor dem 3. Lebensjahr fort.

Unterhalb der Königin bildet sich zwischen den übrigen Gruppenmitgliedern eine Rangordnung aus, bei der die Weibchen stets den Männchen übergeordnet sind. Demnach sind Zwergmangustengruppen matriarchalisch organisiert. Die kleinen Mangusten markieren sich überdies gegenseitig mit einem Drüsensekret vom Hinterleib, um ihre Gruppenzugehörigkeit zu kommunizieren.

Zwergmangusten gelten nicht als bedroht, allerdings werden sie in zoologischen Einrichtungen deutlich seltener gezeigt als ihre populären Verwandten die Erdmännchen.