Verwandschaft:
Lateinischer Name: Ardeotis kori
Verbreitung: Afrika
Lebensraum:
Lebensweise: einzeln oder paarweise, selten in kleinen Gruppen
Nahrung: Insekten, Eidechsen, Schlangen, Jungvögel, Nagetiere, Gräser, Samen, Beeren, Knollen
Grösse: Männchen bis 130 cm, Weibchen bis 90 cm
Gewicht: Männchen 10 bis 19 kg, Weibche
Paarungszeit: am Ende der Trockenzeit
Trag-Brutzeit: 23 bis 27 Tage
Wurf-Gelege: 1 bis 2 Eier
Geschlechtsreife: mit 4 bis 5 Jahren
Lebenserwartung: bis 30 Jahre

Die Riesen- oder Koritrappe ist die größte der 22 bekannten Trappenarten. Männliche Riesentrappen, die bedeutend größer werden als die Weibchen, erreichen eine Standhöhe von 120 bis 130 cm und können ein Körpergewicht von nahezu 19 kg erzielen. Somit zählen die Riesentrappen zu den schwersten flugfähigen Vögeln.

Riesentrappen sind durchaus gute und ausdauernde Flieger, die sich jedoch vornehmlich auf dem Boden aufhalten. Die langen, unbefiederten Beine mit den kurzen aber kräftigen 3 Vorderzehen weisen die Koritrappen als typische Bodenvögel aus. Hier suchen die Vögel nach Nahrung, die ausgesprochen vielgestaltig ist und neben allerlei Kleingetier auch pflanzliche Kost beinhaltet.

Mit ihrem schlichten, graubraunen Federkleid sind die Riesentrappen gut vor Raubfeinden geschützt. Dennoch flüchten die scheuen Vögel schon bei geringen Störungen. Als gute Läufer bringen sich die Trappen rechtzeitig in Sicherheit, um nicht auffliegen zu müssen. Nur bei äußerster Gefahr tritt die Koritrappe die Flucht im Fluge an.

Wie allen Trappenarten fehlt auch der Riesentrappe die für viele Vögel typische Bürzeldrüse. Statt dessen haben Trappen Puderdunen, mit denen sie ihr Gefieder vor übermäßiger Nässe schützen.

Charakteristisch für Trappen ist auch das imposante Balzverhalten. Zur Balzzeit bläst der Hahn seinen weit dehnbaren Kehlsack auf, präsentiert seine weißen Unterschwanzdecken und lockt mit dumpfen Balzrufen die Weibchen. Diese legen ihre 1 bis 2 olivfarbenen Eier in eine einfache Bodenmulde und bebrüten das Gelege alleine. Nach 23 bis 27 tagen schlüpfen die Küken, die als klassische Nestflüchter das Nest sogleich verlassen und dem Muttervogel folgen.

In Zoologischen Gärten werden Riesentrappen recht selten gehalten. Die Bestände in der Natur gelten derzeit noch nicht als bedroht.