Verwandtschaft: ,
Lateinischer Name: Pelecanus rufescens
Verbreitung: Afrika, Madagaskar
Lebensraum:
Lebensweise: in geselligen Trupps
Nahrung: kleine Fische, ca. 1 kg pro Tag
Grösse: 125 - 135 cm
Gewicht: 4 bis 7 kg
Paarungszeit: ganzjährig
Trag-Brutzeit: 30 Tage
Wurf-Gelege: 1 bis 3 Eier
Geschlechtsreife: mit 3 - 4 Jahren
Lebenserwartung: über 30 Jahre

Die massigen, bis 15 kg schweren Pelikane gehören zu den größten flugfähigen Vögeln. Obwohl Pelikane an Land recht schwerfällig wirken, sind sie doch geschickte, elegante und sehr ausdauernde Flieger. Nur beim Abflug haben Pelikane gewisse Schwierigkeiten, da sie einen längeren Anlauf benötigen, um genügend Auftrieb zu erlangen. Während des Fluges wird der große schwere Kopf auf den Schultern getragen.

Der Rötel- oder Rotrückenpelikan zählt mit maximal 7 kg zu den kleineren der sieben verschiedenen Pelikanarten. Der Vogel ist durch ein grau-weißes Gefieder gekennzeichnet, mit einer deutlich rosa-rot gefärbten Rückenpartie. Wie bei allen Pelikanarten verfügt der Rötelpelikan über einen riesigen Schnabel mit einem großen dehnbaren Kehlsack. Beim Fischfang dient der Kehlsack als gewaltiger Kescher, mit dem zumeist kleine, für den Menschen wirtschaftlich uninteressante Fische gefangen werden. Im Gegensatz zu den sehr sozial lebenden Rosapelikanen, die gemeinsam jagen und im Halbkreis schwimmend sich die Fische gegenseitig zutreiben, fischen Rötelpelikane zumeist einzeln.

Rötelpelikane brüten in kleineren Kolonien von 20 bis 500 Brutpaaren. Die aus kleineren Ästen und Zweigen gefertigten Nester werden zumeist auf niedrigen Bäumen errichtet. Beide Elternvögel bebrüten die 1 – 3 Eier, aus denen nach ca. 30 Tagen die grau bedunten Jungvögel schlüpfen. In der Regel überlebt nur der zuerst geschlüpfte Jungvogel.

In Zoologischen Gärten werden Rötelpelikane, im Gegensatz zu den bekannteren Rosapelikanen, recht selten gehalten. Als Futter bietet man ca. 1 kg Fisch pro Tag. Bruterfolge in menschlicher Obhut stellen auch heute noch eine Seltenheit dar. In der Natur gelten Rötelpelikane noch nicht als bedroht, auch wenn einige Brutkolonien, so u.a. auf Madagaskar, vom Menschen zerstört wurden.