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Verwandschaft: ,
Lateinischer Name: Phoenicopterus ruber ruber
Verbreitung: Amerika
Lebensraum:
Lebensweise: gesellig in großen Schwärmen
Nahrung: kleine Krebstiere und Weichtiere, Insektenlarven
Grösse: 120 bis 145 cm
Gewicht: 2,5 bis 4 kg
Paarungszeit: im Frühjahr
Trag-Brutzeit: 27 bis 32 Tage
Wurf-Gelege: 1 Ei
Geschlechtsreife: nach 5 Jahren
Lebenserwartung: über 30 Jahre

Der Rote Flamingo ist von allen fünf Flamingoarten die am kräftigsten rot gefärbte Art. Die markante rosarote Gefiederfärbung ist – wie bei allen Flamingos – von der ausreichenden Zufuhr an Karotinoiden mit der Nahrung abhängig.

Einzigartig ist die Art der Nahrungsaufnahme der Flamingos. Im seichten Wasser stehend seihen die Flamingos mit ihrem Krummschnabel, der an den Seiten mit Lamellen versehen ist und wie ein Sieb funktioniert, Kleinlebewesen aus dem nährstoffhaltigen Bodenschlamm.

Auch die Brutbiologie der Flamingos ist einzigartig. In großen Schwärmen lebend bauen die einzelnen Brutpaare ca. 30-40 cm hohe Nesthügel aus Schlamm im flachen Uferwasserbereich. Ohne weitere Auspolsterung wird jeweils ein weißes Ei in die flache obere Mulde dieses Nestkegels gelegt. Beide Eltern bebrüten das Ei für 27 bis 32 Tage. Nach Schlupf und Verlassen des Nestes schließen sich die zeitgleich geschlüpften Jungvögel der Kolonie zu großen „Kindergärten“ zusammen, die von einigen Altvögeln bewacht werden. Mit zwei bis drei Monaten sind die jungen Flamingos flugfähig.

In Zoologischen Gärten werden Rote Flamingos häufig auf großen Teichen mit breiter Flachwasserzone gehalten. Als Futter bietet man ein gehaltvolles, eiweißreiches Gemisch aus Weichfutter, Garnelen und eingeweichter Hundevollnahrung. Zur Erhaltung der roten Gefiederfärbung werden dem Futter Karotinpräparate (z.B. geriebene Möhre, Paprika) beigegeben. Nachzuchten von Roten Flamingos stellen heute noch eine Besonderheit dar. Die Erstzucht gelang im Jahre 1953 im San Antonio Zoo in Texas.

In der Natur waren Rote Flamingos ursprünglich in der gesamten Karibik entlang der Küsten und auf den vorgelagerten Inseln weit verbreitet. Aufgrund menschlicher Einflüsse überleben heute lediglich vier räumlich getrennte Populationen. Der heutige Gesamtbestand der Roten Flamingos wird auf ca. 80 000 Vögel geschätzt.